Unsere grosse Reise

Die Aufzeichnungen sollen für uns eine Reiseerinnerung sein und gleichzeitig auch unseren Familie / Freunden Einblicke in das Erlebte geben.

Australien – der Osten mit Familie

11. Februar 2019

Wieder zurück in Australien, landen wir in Brisbane. Doch diesmal nicht alleine – nein – mit uns kommen Tochter Claudia & Alex mit dem frischen Familienzuwachs Charlene (6 Monate), sowie Kurt & Elsbeth die Eltern von Alex. Zudem noch Sohn Ennio, er kommt mit separatem Flug, der bei uns und abwechseln mit Alex oder Kurt mitfährt.

Vor dem Abflug in Zürich

Unser Landcruiser wurde in der Zwischenzeit von Bonetti-Campers abgeholt nach Wunsch umgebaut und wieder an seinen Standort verbracht. Nun lässt sich die Liegefläche nach oben klappen und gewährt somit komfortable Stehhöhe. Auch die Kühlbox bekam einen neuen Platz. Links gleich an der Türe hinten, anstatt im Mittelgang. Jetzt kommt man ganz einfach zur Kühlbox ohne einen Hechtsprung in den Mittelgang.

Dazu haben wir auch schon von Zuhause aus ein neues Dachzelt von InovationCampers anfertigen lassen, welches uns auch Stefano eingebaut hat. Wir sind happy mit dem Umbau und freuen uns schon alles auszuprobieren.

Innenraum ist umgestaltet, die Kühlbox nun griffbereit an der Türe. Die Schlaffläche lässt sich nun leicht nach oben klappen und ermöglich so mit einem Handgriff bequeme Stehhöhe.

Das neue Dachzelt.

Mit Stefano bei Bonetti Campers.

Einen Mitbewohner hatten wir auch entdeckt – zum Glück nicht im Auto.

Nun müssen wir die zwei gemieteten Autos für unsere Reisegesellschaft übernehmen.

Kurt & Elsbeth bekommen den kleinen Landrover genannt „Gamsbock“

Für Alex & Claudia mit Charlene den überlangen Landrover genannt „the Snake“.

Nun noch alles bestücken und Proviant fassen und schon geht es in Richtung Fähre nach Moreton Island mit unseren 3 Allradfahrzeugen.

Moreton Island, eine der grössten Sandinseln der Welt. (Satellitenbild)

Auf der Fähre von Brisbane nach Moreton Island.

Die Fähre geht ca. 2 Std. und legt direkt am Sandstrand an.

Wir geniessen die Überfahrt und alle sind schon gespannt was uns erwartet.

Die kleine Charlene nimmt es gelassen.

Mama freut sich mit dem Sohn zu sein.

Im Kielwasser …

Ohne Steg von der Fähre direkt auf den Sandstrand.

Den Lunch verbringen wir direkt am Strand.

Die junge Familie

Beach driving – das macht Spass …

Wir sind weit und breit die Einzigen – herrlich.

Direkt an den Wellen.

Wichtig ist den Strand immer bei Ebbe zu befahren.

Ein Goana – australischen Monitoreidechse.

Es sind etwa 30 Goanna-Arten bekannt, von denen 25 in Australien gefunden werden. Die Goana spielen in der Mythologie der Aborigines eine wichtige Rolle.

Regeln auf Moreton Island.

An der grossen Sanddüne.

Hinauf auf die grosse Düne …

… oben angekommen …

… von oben sieht man mehr …

… dann geht es im Laufschritt hinunter …

… und rechtzeitig bremsen.

Die ganze Insel besteht aus Sand.

Bei Fahren mussten wir trotz Ebbe sehr aufpassen um auf der Spur zu bleiben.

The Snake, Dagi und der Gamsbock.

Handstand vor Freude.

Besuch am Campfeuer.

Der stolze Opa.

Unsere Rovers und Cruiser von oben.

Einsam am Strand bei Ebbe.

Endlose Sandstrände.

Die 3 Tage auf Moreton Island waren toll und wir haben das Sandfahren, die Campfeuer und Sternenhimmel als wunderbares Erlebniss empfunden.

Jetzt geht es wieder nach Brisbane zurück wo wir bei Elain und Alan zum BBQ eingeladen sind.

In Brisbane bei Elaine & Alan

Die Damenrunde

Die vorgezogenen Geburtstagswünsche von Elaine.

20. Februar 2019

Nach dem wir uns auf Moreton Island etwas eingefahren hatten und auch das Campingleben erprobt haben, geht es nun endgültig auf die grosse Tour.

Unsere Tour von Brisbane nach Melbourne.

Die Fahrt ging von Brisbane zunächst auf Asphaltstrassen über Toowoomba und Taroom zum Lake Murphy Conservation ParkDieser hochgelegene See ist eine saisonale Zuflucht für Wasservögel und füllt sich nur, wenn der nahe gelegene Robinson Creek überläuft. In den letzten zwei Jahrhunderten war es fünfmal trocken.

Camp am Lake Murphy mit Bushflies.

Von Lake war aber keine Spur, denn es war alles staubtrocken. Es hat schon lange nicht geregnet.

Von hier an gibt es nur mehr Gravel-Roads und es geht zunächst über Farmland mehrere Viehgitter. Die Flussquerungen sind alle trocken.

Wir sind nun im Expedition National Park. Dieser ist nicht sehr bekannt und ziemlich abgelegen.

Expedition National Park ist wie ein Drei-in-Eins-Überraschungspaket.

Der Park ist in verschiedene Abschnitte unterteilt: Robinson, Lonesome und Beilba. Er erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 1000 km2 und ist gespickt mit scharfen weißen orange erdfarbenen Schluchten und tiefen Böden aus einheimischen Wäldern, die 240 Millionen Jahre oder mehr zurückreichen.

Die rauen, schönen und abwechslungsreichen Buschcampingplätze bieten jede Menge Allrad-Action und herausfordernde Wanderungen. Alle drei Abschnitte haben ihre Eigenheiten und die Aussichtspunkte bei Robinson Gorge und Lonesome sind wirklich fantastisch.

Auf Grund der vielen Fliegen entscheiden wir uns nicht für eine weitere Nacht im Park zu übernachten und fahren weiter bis nach Bauhinia Downs. Hier kreuzen sich verschiedene Strassen und Bauhinia Downs ist neben einer Cattle Station auch ein Stützpunkt für Roadtrains.

Ein Western Star in Bauhinia Downs

Seit es Roadtrains gibt die die Rinder von den Stations transportieren, braucht es die Viehtriebrouten nicht mehr.

Bis Rollestone gab es asphaltierte Strasse.

Dann führte unser Weg wieder durch Stationgebiet auf Sandpisten.

Die Weite erstaunt uns immer wieder.

Auch ein Kookaburra besucht uns.

Und wieder geht die Fahrt durch imposante Landschaften …

… mit weiten Blicken über das Land.

Ennio zaunbert wunderbare Campfeuer. Camp im Expedition National Park. Leider wurden sie Fliegen zur Plage.

Ohne Fliegennetz ging es nicht.

Auch einige interessante Offroadstrecken gilt es zu bewältigen. Da war auch ein Firetrail (Schneise an der Buschfeuer aufgehalten werden) dabei an dessen Ende ein Gitter mit Schloss war. Ennio entdeckte dass die andere Seite des Gitters nur eingehängt war und so konnten wir, nach aushängen desselben unbehelligt hinausfahren. Glück gehabt.

 

Outbackpiste

Old Roadtrain bei der Einfahrt nach Tambo

In Tambo finden wir einen netten Camping und geniessen wieder eine feine Dusche.

Hier werden die Tambo Teddies, die Australian Teddy Bears gemacht.

Vielleicht hat Charlene auch einen bekommen …

Am nächsten Tag machen wir uns auf nach Longreach und treffen kurz vorher in Ilfracombe auf das Wellshot Hotel wo wir einen Halt einlegen.

Kurt geniesst ein kühles Bier.

Was im Pub so alles passiert …

Jeder Hut hat wohl seine eigene Geschichte.

Ennio mit Mama.

Bald darauf erreichen wir Longreach, ein Knotenpunkt im Outback.

Auf dem Caravanpark beziehen wir Quartier. Zwei sehenwerte Einrichtungen gibt es hier.

Die Australian Stockman’s Hall of Fame. Die Einrichtung, die dem Stockman – dem australischen Äquivalent des Cowboys, gewidmet ist, stellt zahlreiche Objekte geschichtlicher und kultureller Art mit Bezug auf das Leben auf dem Land in Australien aus.

Australian Stockman’s Hall of Fame

The Ringer (Stockman in the North).

Fahrende Gemischtwaren Händler um 1850.

Der Wagen eines Bullock Teams.

Ein Bullock-team bei der Arbeit.

Das Leben und Arbeiten im Outback wird oft sehr idealisiert dargestellt – die Wirklichkeit war weniger heroisch.

Inmitten der Stockmen (austral. Cowboys)

Viele Aborigines arbeiteten auf Rinderfarmen (Stations). Einige erwarben sich einen legendären Ruf.

Das Qantas Founders Museum. Longreach ist einer der Orte, wo die 1920 in Winton gegründete nationale australische Fluggesellschaft Qantas als Queensland and Northern Territory Aerial Services ihren Anfang nahm. Der Ort war von 1921 bis 1929 Hauptsitz von Qantas. Einer der ursprünglichen Hangars von 1922 ist noch heute auf dem Flughafen des Ortes in Gebrauch.

Die Super Constellation. Die Constellation war das erste Flugzeug, das es Qantas ermöglichte, einen eigenständigen Langstreckenflugdienst im Ausland einzurichten und aufrechtzuerhalten, und es war die längste Flugstrecke der Welt, die den gesamten Weg mit demselben Flugzeug zurücklegte.

Boeing 747-238B VH-EBQ – Während dem Einsatz bei Qantas beförderte das Flugzeug schätzungsweise mehr als 5,4 Millionen Passagiere und flog über 82,54 Millionen Kilometer – das entspricht mehr als 2000 Weltreisen oder zehn Hin- und Rückflügen zum Mond oder zehn Jahre ununterbrochenes Fliegen.
VH-EBQ ist die einzige überlebende Boeing 747-200 mit Rolls-Royce-Motoren.

Ennio im Flugsimulator

Boing 747 Triebwerk

Catalina PBY-6A – Catalina Flugboote spielten in zwei Epochen eine wichtige Rolle für Qantas. In den 1950er Jahren ermöglichten sie die Erbringung von Flugdiensten für abgelegene Dörfer in Neuguinea und im südpazifischen Raum, in denen noch keine Flugplätze gebaut worden waren.

Douglas Aircraft Company DC3 VH-EAP – Sie begann ihr Leben als C-47 bei der United States Army Air Force im Jahr 1944 und wurde 1944 der Royal Australian Air Force übergeben, bevor sie als VH-EAP in ein Qantas Empire Airways-Flugzeug umgewandelt wurde 1948. Das Flugzeug hat immer noch die großen C-47 Doppeltüren.

Buchungsbüro der Qantas 1922.

Flugbesprechung im originalen Hanger von 1922.

Nu verlassen wir Longreach in Richtung Lake Dunn der nordöstlich davon liegt. Hier ist eine interessante Kunstinstallation zu entdecken.

Die Weiten des Outbacks.

Wir treffen auf Brumbies, wild lebende Pferde.

Der Lake Dunn Sculpture Trail (400 km)liegt nordöstlich von Aramac. Es hat über 30 verschiedene einzigartige Skulpturen, die von der lokalen Künstlerin Milynda Rogers geschaffen wurden. Diese Skulpturen sind auf dem Weg zum Lake Dunn und zum Rangers Valley durch die Landschaft verstreut. Jede Skulptur ist ein Kunstwerk, das ein Tier oder einen Aspekt des Lebens im Outback darstellt.

Am Lake Dunn finden wir einen Camping direkt am See. Leider war das Wasser auf Grund der extremen Trockenheit weit zurückgegangen.

Camping am Lake Dunn

Das Wasser ist weit zurückgegangen, da es extrem trocken ist.

Sonnenuntergang am Lake Dunn

Claudia mit Charlene in der Abendstimmung.

Tags darauf geht es auf die 2. Hälfte des Sculpture trail.

In Aramac sind wir nun am nördlichsten Punkt unseres Reiseabschnittes und von hier fahren wir wieder südwärts über Barcaldine und übernachten wieder in Tambo am bekannten Camping.

Roadtrains in Barcaldine

Die weitere Fahrt führt uns über Charleville und Cunnamulla von wo aus wir über Pisten zum Opalgebiet der Lightning Ridge fahren.

Auf dem Weg in die Lightning Ridge

Neben Coober Pedy und White Cliffs hat Lightning Ridge das größte Vorkommen von Opalen. Dort werden die seltenen schwarzen Opale und die sogenannten Kristallopale gefunden.

Der Camping ist gut und so entschliessen wir uns ein paar Tage zu bleiben und die Umgebung zu erkunden.

Lightning Ridge ist die Heimat des seltenen Schwarzopals und eine einzigartige und historische Bergbaustadt im Outback von New South Wales.

Am nächsten Tag machen wir uns auf um die Chambers of the Black Hand zu besuchen. Hier hat ein findiger Miner eine Opalmine, die nichts mehr fördert in eine Touristenattraktion verwandelt. In 18 Jahren gestaltete er die Mine, mit Figuren die er aus dem Sandstein meisselt, zu einer Attraktion um.

Auch ein Opal Laden ist in den unterirdischen Gewölben zu finden. Hier gibt es Opale in jeder Preisklasse. Unsere Damen decken sich mit Opalen ein.

Aber es gibt hier nicht nur Opale, auch eine heisse Quelle die zum Termalbad ausgebaut wurde. Allerdings ist es uns tagsüber zu warm um ins heisse Wasser zu steigen. Spät abends, wenn es etwas abgekühlt hat steigen wir in das 41 Grad heisse Wasser.

Im Zentrum von Lightning Ridge sind die meisten Opalminen erschöpft. Es gibt etwas ausserhalb noch Minenfelder die aktiv sind. Es sind die Grawin Opal fields – dort wollen wir noch hin.

vor dem Pub in the Scrub.

Jede Menge schlaue Ratschläge

Eingang zum Pub

Interior

Digger im Pub

Digger Schicksal

Der Betreiber des Pubs

Die Fahrt führt uns durch die Opalfelder vorbei am Narran See in Richtung Bourke.

Gegend Abend erreichen wir Bourke, wo wir etwas ausserhalb am Darling River unser Camp aufstellen.

Abendstimmung am Darling River

Eigentlich wollen wir nun entlang des Darling River fahren. Alle Informationen sagen uns aber dass der Wasserstand so niedrig ist, auf Grund er extremen Trockenheit, dass Millionen von Fischen verendet sind. Interessanter Artikel der NZZ. Deshalb entscheiden wir uns für eine andere Route. Weiter ins Outback (back o‘ Bourke = An extremely remote place.) zum Camerons Corner und von dort südwärts nach Broken Hill.

Von Bourke über Camerons Corner nach Broken Hill

Die Fahrt führt uns in einen sehr entlegenen Winkel und die Asphaltstrasse wandelt sich schnell zur roten Outbackpiste.

Roter Sand und bis zum Horizont

Ein Erlebniss für Alle

Wir erreichen Tibooburra

Auch Ennio macht es sichtlich Spass.

Fahrzeugparade

Baby on the Road

Camp in Tibooburra

Sonnenuntergang im Camp bei Tibooburra

Nun sind wir im Sturt National Park. Wir haben die Gelegenheit in der Nähe ein altes Schafscherer Quartier zu besuchen.

Schafscherer und Wollverladestation.

Die historischen Gebäude

Mount Wood – in der besten Zeit wurden hier 26’000 Schafe geschoren.

Der letzte Teil der Piste folgt den zahlreichen Sanddünen bevor wir das 3 Ländereck Cameron Corner erreichen. Hier stossen die Bundesstaaten Queensland, New South Wales, und South Australia aufeinander.

Auf der Fahrt durch den Sturt NP

Am Camerons Corner treffen wir auf den Dog-Fence – der Dingo Zaun.

Der Dingozaun oder Hundezaun (engl. Dingo Fence oder Dog Fence) ist ein Zaun in Australien, der die Schafweiden im Südosten des Kontinents vor Raubtieren, hauptsächlich Dingos, aber auch Füchsen, schützen soll. Er hat eine Höhe von über 180 cm und ist mit einer Länge von 5412 km auf den Gebieten der Bundesstaaten South Australia, New South Wales und Queensland der längste ununterbrochene Zaun und das längste Bauwerk der Welt.

Zum ersten Mal, wenn auch nur kurz, in South Australia.

Alle bei bester Laune

Alex dreht eine Ehrenrunde.

Am Abend im Pub des Cameron Corners lassen wir es uns gut gehen.

Originelles Pub…

… mit vielen Geschichten.

Das PostFinance Käppi musste dran glauben.

Neben dem Pub konnten wir unser Camp beziehen und es war sogar windstill. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Broken Hill.

Durch die roten Dünen des Sturt NP

.Unser „Dagi“ in vertrauter Umgebung.

Ennio im Outback

Alex strahlt

Nach den Dünen folgt eine endlose Weite.

Wir erreichen Broken Hill vom Norden her. Broken Hill ist eine bedeutende Bergbaustadt mit dem wohl grössten Silber Vorkommen weltweit.

alte Schachtanlagen

Wiedereinmal war es ein deutscher der als erster die Erzvorkommen entdeckte. Die von Charles Rasp 1885 mitgegründete Bergbaufirma BHP (BHP Group) zählt heute zu den 3 grössten Bergbaukonzernen der Welt.

Am nächsten Tag wollten wir uns das genauer ansehen und hatten die Gelegenheit eine alte Silbermine zu besichtigen.

Die Day Dream Mine auf dem Weg nach Silverton

Mr. White, unser Führer ein grauhaariger 64-Jähriger aus Adelaide, ist gelernter Flugzeugingenieur. Mangels Job ging er in den Untergrund, verdiente jahrelang seine Dollars als Mineninspektor und übernahm das „Daydream“-Business, als der Vorgänger in Rente ging.

Weiter führt uns die Strasse nach Silverton.

Silverton ist eine 1890 gegründete, kleine Stadt in New South Wales. Wie der Name der Stadt erkennen lässt, wurde hier einst nach Silber gegraben. Von einst 3000 Einwohnern sind nicht mal 90 übrig.

Im Großen und Ganzen besteht Silverton heute aus zwei Galerien und einem Pub, dem Silverton Hotel.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ein Käfer wird zum Kunstwerk.

In und um Silverton sind die MadMax Filme gedreht worden. Das Hotel diente der Filmcrew auch als Unterkunft. Davon lebt es noch heute.

In der Nähe werden in einem Schuppen die Originalfahrzeuge der Filme ausgestellt.

Ein Muss ist auch der wenige km weiter gelegene Mundi Mundi Ausblick.

Mundi Mundi Outlook

Den nächsten Tag nützen wir um unsere Vorräte aufzustocken und bummeln etwas durch die Stadt. Auch die Elektrik am Auto benötigt eine Reparatur da die Fernlichter nicht funktionieren.

Broken Hill

Bergbaugeschichte

12. März 2019

Nun geht es weiter von Broken Hill aus in den Mungo National Park.

Ein schöner und ereignisreicher Tag geht zu Ende.

13. März 2019

Ein wichtiger Tag bricht an. Heute ist Rashida’s Geburtstag, das muss entsprechend gefeiert werden.

Wir haben dazu die Mungo Lodge ausgesucht und schon von unterwegs alles für eine würdige Feier arrangiert.

Am Morgen machten wir die Rundtour (ca. 70 km) durch den Mungo National Park.

Am Abend gab es dann ein festliches Essen. Claudia, Elsbeth und Ennio hatten auch für eine nette Dekoration gesorgt.

Am nächsten Tag können wir gemütlich ausgeschlafen und müssen uns nicht besonders beeilen, da wir heute nur vorhaben bis Mildura zu fahren ca. 90 km. Direkt bei Mildura überqueren wir den Murray River und sind dann im Bundestaat Victoria.

Campingplatz Mildura

Am Besten ist es den Murray River mit einer Bootsfahrt zu erkunden was wir auch machen.

Mit einem Raddampfer am Fluss

Ein toller Ausblick von unserem Campingplatz.

15. März 2019

Der nächste Geburtstag in unserer Runde steht an. Nun ist Elsbeth auch mit einem Runden Geburtstag an der Reihe. Das per Internet ausgesuchte Lokal in der Weingegend zeigt sich leider als Flop und war sehr heruntergekommen und verwahrlost. Wie man sich durch Bilder am Internet täuschen kann!

Also beschlossen wir direkt in der Stadt ein schönes Lokal für ein Geburtstags essen zu finden. Elsbeth wählt den Spanish Grill aus.

Zuerst machen wir noch einen Bummel durch Mildura und entdecken auch eine lokale Brauerei.

Mildura Brewery

Das Geburtstagskind mit Familie. Festlich gekleidet geht es dann zum Abendessen.

Ein gelungener Abend mit hervorragenden Gerichten.

16. März 2019

Leider ist für Ennio die Ferienzeit vorbei und er muss sich auf den Heimweg in die Schweiz machen. Zum Glück hatten wir einen Inlandsflug von Mildura nach Adelaide ausfindig machen können. Sonst müssten wir Ennio mit dem Auto nach Adelaide bringen was eine 10 Stunden Fahrt bedeutet. So können wir auch dieses Problem lösen und bringen Ennio zum Flughafen in Mildura.

Es war eine schöne Zeit zusammen …

… und Ennio hat es auch sehr gefallen. Gute Reise zurück in die Schweiz.

Wir benützen den Tag um noch einige Servicearbeiten am Auto machen zu lassen. Die Lenkung vibriert teilweise sehr stark und wir lassen die Reifen auswuchten und das Radlager nachstellen. Dabei stellen wir fest dass ein Reifen stark beschädigt ist, also gegen einen Ersatzreifen tauschen.

Die Offroadstrecken fordern ihren Tribut.

17. März 2019

Nun geht es aber weiter und wir wollen den Murray River entlang in die Victorianischen Alpen fahren.

Von Mildura nach Corryong

Wir folgen dem Grössten australischen Flusssystem dem Murray-Darling Basin. Leider führt der Murray River so wenig Wasser wie schon lange nicht mehr. Einerseits ist die grosse Dürre mit zu wenig Niederschlägen im Einzugsgebiet, andererseits aber die enormen und weiter steigenden Wasserentnahmen der Agrarindustrie im Oberlauf des Darling Rivers verantwortlich. (siehe NZZ).

Am Murray River

Der Wasserstand liegt weit unter dem Normalpegel.

Fahrt durch die Wälder am Murray River.

Holztransport – wir müssen einen anderen Weg nehmen.

Am Will’s Bend finden wir einen Campplatz und es reicht auch noch für ein schnelles Bad.

Abendstimmung am Murray River.

Tags darauf erreichen wir die Stadt Echuca. Echuca ist eine Hafenstadt am Murray River. Sie nutzt ihre frühere relative Größe als Frachthafen heute für den Tourismus. Der Name der 13.000-Einwohner-Stadt bedeutet in der Aborigines-Sprache „Zusammentreffen der Wasser“. In Echuca münden zwei kleinere Flüsse (Goulburn River und Campaspe River) in den Murray River, den größten Fluss Australiens.

Wir fahren weiter in Richtung Corryong und gelangen zusehends in die Berge. An einem Stausee machen wir nochmals Rast.

Der Mitta Mitta River Stausee

Charlene nimmt alles sehr gelassen.

Normal ist hier Wasser, jetzt können wir in den „See“ fahren.

Es geht ins High Country

Ziemlich spät erreichen wir einen Caravanpark kurz vor Corryong.

Am nächsten Tag wollen wir über die Berge fahren.

Von Corryong geht es erstmal eine Strecke  am Asphalt.

Beim Scrubby Creek Track biegen wir dann ab.

Scrubby Creek Treck

Vom Scrubby Creek Track geht es auf die Dunstans Road

Weiter auf den Six-Mile-Ridge-Track und dann ein Stück der Wheelers-Creek-Road bis zur Abzweigung in den Paddy-Joy-Track und danach in den Wild-Boar-Track.

Weiter auf den Mt.Gibbo-Track.

Es geht steil bergauf und bergab.

Zum Schluss geht es extrem steil hinauf – und dann nicht mehr weiter – Das ist der Gipfel des Mount Gibbo.

Panorama

Es wird schon dunkel als wir das Camp Tom Groggin erreichen

Tom Groggin am nächsten Morgen.

Auch die Roos geniessen den schönen Abend

Ein wunderschöner Platz.

Am Morgen geht es weiter dem Davies-Plain-Track folgend.

Aus: Victorias Ionic 4WD adventures.

Mittagspause bei der Davies Plain Hut

Die Davies Plain Hut wurde ursprünglich von der Familie Gibson erbaut, die 1939 von vielen örtlichen Viehzüchtern genutzt wurde. 1956 wurde hier jedoch das letzte Vieh geweidete. John Gibson war der erste Pachtvertrag und er übernahm 1892 den Pachtvertrag für das Land.

Am Davies Plain Track

2003 wütete hier ein grosser Waldbrand.

Fahrt über bewaldete Gebiete.

Beim Auto von Alex machte sich ein Geräusch bemerkbar. Die Ursache konnten wir nicht finden. Es schien irgendwo am Fahrwerk zu sein. Da aber der Landy so viele Geräusche von sich gibt, beunruhigte es uns nicht sonderlich.

Bis auf einmal Alex nicht mehr kam. Über Funk hörten wir der Motor ist abgestorben und springt auch nicht mehr an. Also müssen wir zurückfahren um zu sehen was los ist. Seltsam wir probieren zu starten und es hört sich an als ob kein Diesel mehr da ist. Tankanzeige steht aber auf 1/2 voll. Dieselfilter prüfen, nichts zu sehen. Also unter das Auto – und da finden wir die Ursache – Ein Stossdämpfer ist gebrochen, und dieser hat die Dieselleitung zerstört vor dem Filter.

Der gebrochene Stossdämpfer …

… und die kaputte Dieselleitung.

Wir überlegen was möglich ist und kommen zum Schluss dass der Defekt grundsätzlich zu reparieren wäre – wenn es nicht schon später Nachmittag ist, wir die Familie mit Baby dabei haben etc.

Zudem wissen wir nicht genau wie weit es noch bis zu einer gut fahrbaren Strasse ist und wie viel Zeit wir noch für diesen Track benötigen mit seinen schweren Auf- und Abfahrten.

Also, Auto stehen lassen und mit 2 Fahrzeugen Omeo erreichen.

Ursachenforschung

Das ganz Auto ausräumen und auf die anderen Fahrzeuge verteilen.

Da waren alle gefordert.

Der Platz wurde eng – aber es musste gehen.

Zuletzt das defekte Fahrzeug parkieren und Fotos machen sowie die genaue Position vermerken – Wir kommen wieder.

In der Dämmerung erreichen wir Omeo und richten uns auf dem Campingplatz ein. Zum Glück hat der Campingplatz auch noch Cabins, da wir ja nun ein Auto weniger haben.

Wir bestellen uns am Camping Pizza und diskutieren den vergangenen Tag. Die Frage „Wie weiter“ beschäftigt alle.

21. März 2019

Am Morgen gehen die Überlegungen weiter, Alex&Claudia telefonieren mit dem Vermieter des Autos, da wir ohne Einwilligung der Firma nichts am Auto unternehmen dürfen. Die Auskunft dass eine Bergung des Fahrzeuges den Zeitwert weit übersteigt ist deprimierend. Wir sind nach wie vor überzeugt mit einem guten Mechaniker kann der Wagen vor Ort flott gemacht werden.

Also begeben wir uns im Ort auf die Suche. Der erste uns empfohlene Mechaniker winkt ab, nein – kann er nicht machen. Also nicht aufgeben, zum nächsten. Bei Oz Country Mechanical Services begrüsst uns Craig. Als wir diesem die Lage schildern und ihm die Fotos vom Defekt zeigen – nickt er – kein Problem, er will mit Alex um 17:00 Hinausfahren und das Auto holen. Wir haben bedenken da es da schon bald dunkel wird – vertrauen dem Mechaniker aber – er macht den Eindruck als weis er was er tut. Kosten, around 500 bucks.

Die Vermieterfirma gibt, nach Rücksprache mit dem Mechaniker auch grünes Licht – wir sind erleichtert.

Nach 17:00 starten die beiden und wir sind gespannt wie es denn geht.
Um 09:30 Uhr hören wir Motorengeräusch – und tatsächlich Alex biegt mit dem Snake um die Ecke – wir sind alle erleichtert. Denn bei Tag ist diese Strecke schon sehr anspruchsvoll – aber bei Nacht!!

Als Alex uns erzählt wie es gelaufen ist staunen wir nicht schlecht. Der Mechaniker hat es sehr gelassen genommen, gleich den Stossdämpfer getauscht – die Dieselleitung mit einem provisorischen Filter zusammengesteckt und das war es – eben, wahre Buschmechanik.

Oz Country Mechanical Services in Omeo.

Craig und Jerome

22. März 2019

Nun warten wir bis Craig das Auto von Alex definitv repariert. Da er viel zu tun hat wird es nachmittag aber letztlich klappt es doch.

Wir besprechen noch mit Craig was ein Umbau des Getriebes bei unserm Cruiser kosten würde, da wir seit einem lauten Knall im Getriebe vor ein paar Tagen im Rückwärtsgang ein schabendes Geräusch haben. Letztendlich scheitert es aber da Craig auf die schnelle kein passendes Getriebe auftreiben kann, er will uns aber noch Bescheid geben.

Unser DAGI läuft ja und wir sehen das Problem nicht so vordringlich.

Als das Auto fertig ist verlassen uns Alex & Claudia mit Charlene, sie wollen nicht weiter durch die Berge sondern noch ein paar entspannte Tage am Meer und in Melbourne verbringen bevor ihr Flug nachhause geht.

Noch einaml alle zusammen. Abschied von Claudia & Alex mit Charlene.

Die Oma vermisst Charlene schon jetzt …

… aber der Opa auch!

Gute Fahrt und gute Heimreise – es war schön euch dabei zu haben.

 

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