Unsere grosse Reise

Die Aufzeichnungen sollen für uns eine Reiseerinnerung sein und gleichzeitig auch unseren Familie / Freunden Einblicke in das Erlebte geben.

Australien – Die Ostküste

01. Mai 2019

Nach der Abreise von Elsbeth und Kurt sind wir wieder alleine und können uns nun auf unser Auto konzentrieren.

Wir haben schon vor einiger Zeit festgestellt dass etwas mit dem Fahrwerk nicht stimmt und dass das Getriebe ein kratzendes Geräusch verursacht.

Südlich von Melbourne haben wir eine 4WD Werkstatt ausfindig gemacht die uns einen guten Eindruck macht.

Der grösste Punkt ist wohl die Entscheidung mit dem Getriebe. Wir wussten von Anfang an dass das original Getriebe F151 zu schwach ausgelegt ist und haben deshalb schon vor unserer Abreise das Getriebe verstärken lassen. Das hat sich auch gut bewährt. Letztlich ist aber auch ein verstärktes Getriebe nicht die absolut zuverlässige Lösung. Nur ein Tausch auf das starke Getriebe vom HDJ80 oder VDJ78 würde die Sicherheit bringen. Vom Buschtaxi-Forum wussten wir dass ein Tausch möglich ist, also ist Australien wohl das ideale Land so etwas zu machen. Zudem bitten wir Jeoff vom 4WD Workshop in Seaford das Auto auf Verschleiss zu prüfen und notwendige Teile zu ersetzen.

In der Zwischenzeit haben wir ein kleines Appartement in Melbourne gemietet.

Blick vom Appartement auf den alten Hafen.

Nach ein paar Tagen erhalten wir einen Anruf, in der Werkstatt vorbeizukommen und alles zu besprechen. Die Diagnose war überraschend.

  • Alle 4 Bremsen tauschen, incl. Scheiben und Trommeln.
  • Die Kardanwellen vorne und hinten zeigen ein unzulässiges Spiel. Die unterwegs schon mal getauschten Gelenke am Karden waren nicht gut eingebaut und es fehlten Schmiernippel.
  • Die Stabilisatoren vorne und hinten sind zu schwach für unser Gewicht und sollten ersetzt werden. Eine Stabihalterung hatten wir in Asien schon mal geschweisst.
  • Das Fahrwerk von ARB, erst 12’000 km alt ist zu schwach. Wir hatten ein sehr schlechtes Fahrverhalten des Autos und starke Vibrationen zuletzt festgestellt.
  • Zu guter letzt die Getriebefrage. Tauschen oder nicht? Eine Revision des bestehenden Getriebes würde teurer als der Tausch kommen. Wir entschliessen uns zum Wechsel auf das starke Getriebe des VDJ78. Da das H150F Getriebe nicht erhältlich ist müssen wir das H151F nehmen. Das bedeutet dass auch die Kupplung mit getauscht werden muss, da die Eingangswelle eine andere Verzahnung hat.

Da kommen erhebliche Kosten auf uns zu. Aber da wir meist alleine und in sehr abgelegenen Gebieten unterwegs sein werden, wollen wir kein Risiko eingehen und stimmen zu. Als das erste Getriebe kommt stellen wir fest dass es nicht zum Verteilergetriebe passt. Geoff vom 4WD Workshop schlägt uns vor ein gebrauchtes gutes Getriebe für uns zu finden. Lieber wäre uns schon ein Neues – also OK. Wir verlassen uns auf die Expertise. Wieder warten …

Inzwischen sehen wir uns noch etwas in Melbourne um.

Blick vom Shrine of Remembrance auf die City

Royal Botanic Garden

The black Swan

Aborigines Kunst im Melbourne Museum

Melbourne Museum

Melbourne Arena Football Stadion

Vor dem Spiel ist um das Stadion ein wahres Volksfest.

Abendsonne über dem Yarra River

City

Abendstimmung

Das Nachtleben beginnt

Nach nun ca., 2 Wochen sollte das Auto fertig sein. Allerdings sollen wir nach 1-2’000 km zur Kontrolle nochmals zurückkommen. Das passt aber gar nicht mit unseren Plänen zusammen.

Wir starten mit unserem Runderneuerten DAGI von Melbourne aus die Küste entlang Richtung Sydney. Gleich zu Beginn fällt uns auf dass das Getriebe sehr laut ist und auch schlimme Geräusche von sich gibt – das kann doch nicht normal sein. Nach ca. 500 km rufen Wir Geoff an und Fragen ihn. Antwort: Wir sollen zurückkommen.

Also wieder zurück nach Melbourne. Je länger wir fahren, desto sicherer sind wir dass wir hier ein altes nicht revidiertes Getriebe eingebaut bekommen haben, das schon einige 100 tsd. km drauf hat. Das wollten wir bestimmt nicht so. Wieder in Melbourne angekommen sagen wir, dass wir nur mit einem neuen Getriebe einverstanden sind. Wir hatten nun ein schlechteres als unser altes erhalten. Abermals 2 Tage wo Geoff versucht ein passendes Getriebe zu erhalte. Als eines angeliefert wird stellen wir fest dass es nicht passt. Wieder nichts – es ist zu verzweifel, die Kosten haben wir schon bei Seite geschoben. Wir wollen nur noch eine Lösung die 100%ig ist. Wieder ein paar Tage warten, dann die Nachricht dass in Brisbane ein Container mit Toyota Getrieben aus Japan eingetroffen ist und Geoff wollte versuchen eines für uns zu bekommen. Dann die Zusage, ok aber nochmals ein paar Tage bis das Getriebe aus Brisbane kommt und hoffen dass es zum bereits gefundenen neuen Verteilergetriebe passt.

Das Positive ist dass das veränderte Fahrwerk wirklich erstklassig ist und und das Auto nun viel sicherer und stabiler auf der Strasse liegt.

Nun sind wir bereits 4 Wochen in Melbourne und wollen endlich los. Zum Glück passen die beiden Getriebe zusammen. Das Getriebe ist zwar enorm teuer, keiner weis warum, aber wir sind nun froh endlich eine Lösung zu haben. Kleiner Nachteil, das Getriebe verfügt über keinen elektrischen Aktuator, das heisst unser 4WD Knopf im Auto ist hinfällig und wir müssen zum Einlegen des Allrad stehen bleiben und mit dem Untersetzungshebel arbeiten, der schwer geht. Aber wir haben keine andere Lösung und sind froh aus dem Schlamassel heraus zu sein – nicht sicher ob das Getriebeabenteuer überhaupt notwendig war. Alles in Allem kostet es uns etwas mehr als 20’000 AUD – das tut weh.

Aber wir starten nun mit einem guten Gefühl. Das Auto fährt sich gut und das Getriebe läuft sich immer besser ein.

Wir starten nun wieder von Melbourne und besuchen südlich davon Phillip Island mit den Pinguinen.

Leider spielt das Wetter nicht ganz mit.

Wir warten auf die Pinguine die aus dem Meer zurückkommen.

Das Wetter bessert sich etwas.

An einem nahen Caravan Park finden wir einen Übernachtungsplatz. Am nächsten morgen geht es weiter der Küste entlang.

Herbstliches Farbenspiel.

Gippsland ist eine ländlich geprägte Region im australischen Staat Victoria. Sie erstreckt sich von den östlichen Vorstädten Melbournes bis zur Grenze des Bundesstaates New South Wales.

Den Namen Gippsland erhielt das Gebiet durch den polnischen Forscher Paweł Edmund Strzelecki zu Ehren des damaligen Gouverneurs von New South Wales, George Gipps.

Rast an der Küste

Port Albert Wharf

Wieder ein schöner Sonnenuntergang.

Der Croajingolong-Nationalpark und die angrenzende Nadgee Nature Reserve in New South Wales bilden eines von vierzehn Biosphärenreservaten in Australien.

Abendstimmung in Mallacoota.

Bankasiablüte.

Herbstblumen.

Durch dichtes Buschland.

Die Küste bietet immer wieder spektakuläre Aussichten.

Übernachtungsplatz am Cann River in der Region East Gippsland.

Unser Fahrt geht weiter der Küste entlang, wobei wir immer wieder auf besonders schöne Plätze stossen. Einer davon Port Macquarie.

Bunte Koalas

St. Thomas anglikanische Kirche. Sie wurde von Sträflingsarbeitern gebaut und sie begannen 1824 mit dem Bau der Kirche. Viele Sträflinge markierten die von ihnen hergestellten Ziegelsteine.

Wunderschöne Glasfenster.

Blick auf Port Macquarie.

Auf dem weiteren Weg entdeckten wir einen Goldrausch Themenpark aus 1850. The Old Mogo Town. Es war kaum etwas los und so machten wir uns auf den Weg die historische Vergangenheit zu erkunden.

Historischer australischer Goldrausch-Themenpark aus den 1850er Jahren.

Alte Dampfmaschinen werden liebevoll restauriert.

Beim Goldwaschen versuchten wir unser Glück – mit mässigem Erfolg.

Alte Maschinen.

Auch ein Post gab es damals schon.

Die alte Schmiede ist zum Leben erwacht.

Die Küche

Das Hotel

Die einfachen Unterkünfte

Die wichtigste Gerätschaft.

Im Pub

Das Feuer haben wir genossen es war etwas frisch draussen.

Der Stamper – Gesteinszerkleinerungs Anlage- wurde vorgeführt.

Es war sehr unterhaltsam.

Die nächste Station machen wir in Coffs Harbour.

Coffs Harbour liegt am nördlichen Ende der „Holiday Coast“, die nach Süden durch Port Macquarie fortgesetzt wird und ihr südliches Ende in der Region Hunter Valley hat.

Nicht nur Sturmtaucher sind hier beheimatet.

Herrliche Aussicht, aber sehr windig.

Die angrenzenden Strände von Coffs Harbour.

Das Muttonbird Island Nature Reserve ist ein Naturschutzgebiet vor der Küste von Coffs Harbour, an der Südgrenze des Solitary Islands Marine Park . Es ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden , der als nördlicher Wellenbrecher für den Hafen fungiert . Mit über 5.500 Brutpaaren ist es ein wichtiger Brutgebiet für Keilschwanz- Sturmtaucher ( Puffinus pacificus ), die lokal als Hammelfleisch bezeichnet werden und jährlich auf die Philippinen wandern, aber auf die Insel zurückkehren, um dort zu brüten.

Die Fischerflotte von Coffs Harbour.

Der Küste weiter folgend erreichen wir noch gerade zum Sonnenuntergang den östlichsten Punkt Australien – Byron Bay.

Die Sonne geht im Pazifik unter.

Am östlichen Punkt Australiens.

Der alte Leuchtturm ist imposant.

19. Juni 2019

Nicht weit nach Byron Bay ist die Grenze zu Queensland und wir wollen 23 Tage ohne fahren verbringen. Ein sehr schöner am Meer gelegener Caravanpark ist hierbei gerade richtig. Ausserdem befindet sich ein Golfplatz in der Nähe. Eine Abwechslung zu den Fahrtagen der vergangenen Wochen.

Kingscliff Beach Holiday Park

Direkt am Strand gelegen.

Einer schönsten Campingplätze die wir angetroffen haben.

20. Juni 2019

Wir geniessen es sehr in ruhe aufzustehen uns nicht gleich wieder packen zu müssen. Den Tag verbringen wir am Golfplatz bei herrlichem Wetter und feiern abends noch Günther´s Geburtstag.

Am Chinderah Golf Course

Geburtstags Golf

Natürlich gibt es auch eine Torte – hmmmm

21. Juni – 01. Juli 2019 Goldcoast

Es ist nicht mehr weit nach Goldcoast südlich von Brisbane. Dort lebt eine Familie die Rashida von früher her kennt und die wir besuchen wollen.

Strandspaziergang mit unseren Freunden

Mit Mujesera und Meho in Surfers Paradise

Strandeingang von der City

Ausblick vom Q1-Gebäudes in Surfers Paradise.

Q1-Gebäude in Surfers Paradise

Ismir & Sanela

Am Burleigh Heads Beach

Abenstimmung mit Blick auf Surfers Paradise

Beeindruckende Kulisse Skyline von Goldcoast

Am Federation Walk

Unsere Freunde Sanela & Ismir

Nicht viel Wasser am Wasserfall.

Bird spotting

Ausflug ins Hinterland mit Fam. Beganovic und Fam. Gugic

National Park

Bunte Taube

Blick ins Hinterland

Der Wind macht es etwas frisch.

Am Abend gibt es …

… Seafood.

Neu „Schlappi“ für den DAGI auf die wir 1 Woche warten mussten.

Alles neu gemacht

Das sieht gleich besser aus – der Goodrich MT Satz von Darwin war nach 12000 km nicht mehr zu brauchen, sollten aber viel länger halten.

255/85/16 Cooper Discoverer Maxx. Wir mussten eine Woche warten bis diese Reifen da waren und unverschämt teuer. Aber diese spezielle Dimension macht nur Cooper.

Durch die etwas grössere Dimension und Gesamtumfang können wir die etwas längere Übersetzung des Getriebes am Tacho kompensieren.

Wir geniessen das tolle Abschiedsessen.

Nach 2 Wochen Goldcoast und fantastischer Gastfreundschaft mit toller bosnischer Küche wird es Zeit aufzubrechen. Wir haben es sehr genossen und werden uns lange daran erinnern – Danke Fam. Beganovic und Gugic.

Nach dem längeren Aufenthalt in Goldcoast geht es nach Norden, denn wir wollen noch auf Fraser Island.

Im nahen Brisbane besuchen wir wieder unsere Freunde Alan & Elain.

Danke für die Gastfreundschaft.

Die Gelegenheit benutzen wir um die Mudflares zu montieren, welche wegen der nun etwas breiteren Reifen notwendig sind.

Kotflügelverbreiterung wird montiert. um das Auto vor Steinschlag zu schützen.

Da die Originalteile an den Hinterreifen, wegen unserer Anbauten nicht passen, …

… haben wir uns mit einem Streifen Beetabgrenzung aus der Gartenabteilung beholfen.

So, nun sieht es doch ordentlich aus.

Unterwegs an der Sunshinecost entdecken wir eine tolle Landschaft. Die Glass House Mountains.

Die Gipfel der Glass House Mountains befinden sich im Hinterland von Queenslands Sunshine Coast.

Herrlicher Rundblick in der Blackall Range.

Der 55 Kilometer lange Blackall Range Tourist Drive, direkt nördlich der Glass House Mountains, ist eine der schönsten Strecken Australiens – mit Blick auf die Strände an der Küste.

Die Glass House Mountains haben für die traditionsbewussten Aborigines, die Gubbi Gubbi, eine besondere kulturelle Bedeutung.

Wir schaffen es gerade noch zum Sonnenuntergang.

Historisch gesehen war dies ein besonderer Treffpunkt, an dem sich die Ureinwohner zu Zeremonien und zum Handel versammelten.

Im Habitat Noosa everglades ecocamp

Regen begleitet uns …

… und der Track ist schwierig.

Cooloola recreation area.

Echidna cross the road.

Wir testen das Auto

Weiter geht es nach Fraser Island.

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