Die Aufzeichnungen sollen für uns eine Reiseerinnerung sein und gleichzeitig auch unseren Familie / Freunden Einblicke in das Erlebte geben.

Malaysien Teil 2 Sabah-Borneo

16. September 2017

Nun geht’s wieder in Richtung Malaysien. Letztendlich genau einen Monat später als geplant, da wir kurz vor unserem geplanten Rückflug am 16. August einen gesundheitlichen Rückschlag hatten und Günther eine böse Bindehautentzündung an beiden Augen eingefangen hat. Das musste zunächst auskuriert werden.

Nun geht’s aber halbwegs wieder und wir sind froh unsere Reise fortsetzen zu können. Wir werden von Ella aus dem Millbrook Farmhouse vom Flughafen Terengganu in Malaysien abgeholt.

Wieder im Millbrook Farmhouse

Einen Tag ausrasten und am Montag fahren wir zusammen mit Ivan & Zaleha nach Kuantan um unseren DAGI auszupacken.

Wir finden unseren Landcruiser noch genau so vor wie wir ihn vor 4 Monaten verlassen haben.

Die Freude war gross und sobald die Batterie wieder angeschlossen war startete er auch sofort. Dadurch wir ein Solarpanel ausserhalb der Abdeckung gelassen hatten war auch die Verbraucher-Batterie zu 100% geladen. Auf zum Millbrook Farmhouse 

Dort bekommt unser DAGI noch ein neues Outfit, denn wir hatten uns in Österreich von einer Folienfirma eine Weltkarte und Türaufkleber machen lassen.

Nun hat DAGI eine Weltkarte in der wir unsere Route einzeichnen werden.

Die neue Weltkarte

Zu unserer Freude hat sich Woon & Angie auch zu Besuch angesagt. Zudem noch zwei Motorradkumpel von Woon aus Singapore.

Das haben wir mit einem schönen Essen und einem Lagerfeuer am Strand gefeiert.

Wir geniessen den Abend am Strand.

Ein tolles Dinner bei malaischen-chinesen. Schmeckte hervorragend.

Am Lagerfeuer mit einer Kiste Bier.

27.September 2017

Nun mussten wir aber an die Containerverschiffung unseres Landcruiser’s denken, denn wir wollen nach Borneo und von dort die Landgrenze nach Indonesien nehmen um eine Verschiffung über Grenzen hinweg zu vermeiden.

Dazu hatten wir schon vor unserem Heimurlaub eine Quotation vom Greenpen im Hafen von Kuantan machen lassen. Ivan vom Millbrook Farmhouse war aber so hilfsbereit uns anzubieten den Verlad in den Container incl. Lashing bei ihm am Gelände in Kuanten zu machen. Dazu organisiert er bei einer ihm bestens bekannten Spedition die Transportabwicklung. Vielen, vielen Dank an Ivan für so viel Hilfsbereitschaft. Da der Container anschliessend mit LKW nach Port Klang gebracht werden soll wo die Schiffsverladung stattfindet, verlangte die Spedition dass wir unser Carnet aushändigen und sie dieses nach Port Klang sendet. Ohhh, Carnet in fremde Hände geben – NO WAY!!!

Wir haben versucht im Speditionsbüro es den Damen klar zu machen dass wir das Original nicht rausrücken. Ausserdem langt, unseres Wissens ohne weiteres eine Kopie, da die Verschiffung innerhalb Malaysien stattfindet. Als Ivan tags darauf nochmals nachfragt, heist es noch immer das Originalcarnet muss bei der Verschiffung dabei sein. Also blasen wir die ganze Aktion ab – sorry für Ivan – er hatte sich soviel Mühe gegeben. Also nun wieder von vorne beginnen!

Wieder Kontakt mit Greenpen, wo wir schon eine Offerte hatten, aufnehmen. Sie wollen von Kuantan aus verschiffen sodass ein Transport über 450 km nicht notwendig ist – super.

Aber als wir nachfragen wann das Schiff startet und wann das Schiff in Borneo ankommt, stellen wir fest dass die ganze Aktion über 3 Wochen dauern soll. Auweiiiiia – Das Containerschiff fährt zuerst nach Singapore wo umgeladen wird. Also wieder nichts.

Auf die Nachfrage ob es nicht einen schnelleren Weg gibt, bietet uns Mr. Soon von Greenpen an nun doch wieder in Port Klang zu verladen. Dies scheint die einzig brauchbare Option zu sein. Er übermittelt alle Papiere an das Büro in Port Klang und wir machen uns auf den Weg die 450 km hinter uns zu bringen. Am 29. September 2017 ist Verladetermin am 3. Oktober 2017 soll das Schiff auslaufen und am 10 Oktober in Kota Kinabalu, Borneo eintreffen.

Unsere erste Verschiffung haben wir uns unkomplizierter vorgestellt, zumal wir im Vorfeld viele Informationen eingeholt haben.

Nun hatten wir aber noch das Problem der Höhe des Autos. Beim genauen vermessen stellen wir fest, dass es um ein paar cm geht die trotz Reifendruck ablassen nicht gehen. Der Container ist mit 238 cm hoch genug – ABER die Türen des Containers haben nur exakt 228 cm Durchlass. Da haben wir nun aber ein Problem.

Da hat Ivan die zündende Idee: Die Reifen müssen kleiner werden. Wenn das Luft-ablassen nicht reicht, dann eben kleiner Reifen. Und so haben es wir dann auch gemacht. Ab zu einer Reifenwerkstätte und fragen ob er gebraucht oder glatte Reifen hat die in der Höhe kleiner sind.

Ganz in der Nähe wurden wir fündig. Für RM 80/Reifen (ca. CHF 18) Montiert er diese mit den Reservereifen um. Wir vergleichen und sind nun ca. 8 cm tiefer – das reicht. So nun hoffen wir alle Probleme gelöst zu haben, verabschieden uns und starten in Richtung Port Klang dem Hafen von Kuala Lumpur.

Danke Ella, Ivan und Zaleha

In Port Klang haben wir und ein Hotel in der Nähe des Hafens gebucht. Von Greenpen haben wir alle Angaben des Büros im Hafen und diese haben schon alle Unterlagen.

29. September 2017

Dann geht es schnell. Zum Glück haben wir direkt neben dem Hotel eine Reifenwerkstatt wo wir unsere Hinterreifen gegen die Container-Schlappen tauschen können.

Die um ein Stück niedrigeren Reifen für den Container kommen hinten dran.

Um 09:00 haben wir Meeting im Büro von Greenpen wo wir unseren „Runner“ (Führer durch die Administration des Hafens) zugeteilt bekommen. Wir müssen zum Westport und die Fahrt dorthin dauert noch mal 45 Minuten.

Westports, Port Klang

Zuerst zum Zoll. Der Beamte (1*) weis mit dem Carnet nichts anzufangen. Wir müssen eine Weile warten bis der Co-Chief des Zolls frei ist. Die nette Dame – ohne Uniform da heute Freitag ist und am Nachmittag Moscheebesuch angesagt ist – zeigt sich sehr freundlich und weis sofort dass es gar kein Carnet braucht, da die Verschiffung innerhalb Malaysias stattfindet. Ohne nur das Original-Carnet zu zeigen und ohne weitere Nachfragen geht es direkt zum Container.

ohne „Runner“ keine Chance.

Um in den Hafen rein zu kommen müssen wir bei einem Schalter die Pässe hinterlegen und erhalten eine Art Laufzettel.

Es dauert noch etwas bis der Richtige 20″ Container gefunden ist. Dann beginnt die Arbeit, es nieselt leicht ist aber dennoch warm.

Zuerst die Top-Box abmontieren.

Die Dachbox muss runter. Es war ein Vorteil die Schrauben am Vortag mit WD40 einzusprühen.

Dann langsam in den Container einfahren. Zuguter letzt mussten trotz der niedrigeren Reifen noch 3 Mann hinten drauf um das Auto in die Federn zu kriegen.

Drin ist er !!

Die Verladechefin kontrolliert alles ganz genau.

Die Top-Box passt nicht mehr unter das Auto, deshalb müssen wir eine andere Lösung finden.

Alles drin? Nichts vergessen – zu der Laden – geschafft.

Plombe dran …

… fertig

Mit unserem „Runner“ fahren wir zurück zum Büro der Speditionsfirma. Inzwischen wurde die Abrechnung gemacht und wir erhalten noch etwas zurück – wir haben gestern eine aConto Zahlung gemacht. Total für die ganze Verschiffung RM 7’513,38 (CHF 1’720,95) Incl. Versicherung. Nicht gerade geschenkt – aber wir sind froh dass es geklappt hat.

Nun erfahren wir aber noch dass uns die Originalpapiere:

  • Versicherungspolice
  • Bill of Lading

erst ausgehändigt werden kann, wenn das Schiff geladen ist und ausläuft. Das zwingt uns den Hotelaufenthalt um 4 Tage zu verlängern – was solls. Wir freuen uns auf Borneo und planen unseren Indonesien Trip.

Wir verbringen noch ein paar Tage im Hotel in Port Klang, da wir auf irgendwelche Papiere warten sollten. Das Containerschiff hat Verspätung. So beschliessen wir dennoch nach Kota Kinabalu auf Borneo zu fliegen und dort die Ankunft unseres Dagi abzuwarten.

06. – 12. September 20176 (Kota Kinabalu)

Die Tage verbringen wir um die Umgebung zu erkunden. Dabei steht ein Ausflug in das Mari Mari Cultural Village auf dem Programm. Es ist ein guter Einstieg in die Kulturen Borneos, recht lebensnahe und nicht so sehr touristisch überzogen.

Verschieden Stämme werden in ihrer Lebensweise gezeigt. Die Reisfarmer Kadazan-Dusun, dire Langhausbewohner Rungus, die Jäger und Fischer Lundayeh, die Viehzüchter und See Nomaden Bajau, und die berühmten Kopfjäger vom Stamm der Murut. 

Zutaten für die Essenszubereitung

Gegrillt wird mit Bambusstäben in die Reis und Zutaten gefüllt werden.

Dusunhaus

Auch das Schnapsbrennen kannten sie schon lange.

Rungusfrau herausgeputzt.

Am Eingang des Rungushauses.

Rungushaus von aussen …

… und von Innen.

Traditionelle Musikinstrumente

Feuermachen nur mit Holzstäben

Auch die Ahnen bekommen einen Ehrenplatz in einem grossen Tongefäss welches in Bäumen plaziert wird.

Gypsy Bajau

Ahnenschrein

Junger Murut, ehemals Kopfjäger

Obligates Abschiedsfoto

Die Wartezeit vertrieben wir uns durch einwenig in der Stadt herumzustreife, Shoppingmalls zu besuchen – da klimatisiert – und mit feinem Essen.

Oktoberfest auf Borneo

Satay – Hmmmm

Es schmeckt vorzüglich.

Kaligraphie in Vollendung.

Der Meister stellt sich vor-

Zusammen mit einem lokalen Filmstar.

Abendstimmung auf Borneo

Am Fischmarkt.

Meeresgetier im Überfluss.

Der Schneider am Filipino Markt wartet auf Kunden.

Begrüßung in der Shoppingmall.

 

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