Die Aufzeichnungen sollen für uns eine Reiseerinnerung sein und gleichzeitig auch unseren Familie / Freunden Einblicke in das Erlebte geben.

Laos – Der Norden

Freitag 04. November 2016

Wir sagen China lebewohl und sind schon zeitig an der Grenze um nicht im Stau zu stehen. Hier sehen wir unseren Führer Zhang das letzte Mal.

Chinesischer Grenzübergang

Die Ausreise aus China geht recht rasch – in 1 Stunde sind wir draussen – und schon stehen wir am Tor zu Laos. The land of the million elephants.

Zur Begrüssung – eine Pagode.

Die Grenzformalitäten sind rasch erledigt. Mit dem Carnet de passage gehts bei uns problemlos. 30 Tage Visa zu USD 72 (2 Personen) und Auto 3 USD für Desinfection. Das Ganze hat  1 1/4 Stunden gedauert. Ins Auto wurde gar nicht geschaut.

Unsere Route durch Laos.

Unser Ziel war nun Luang Namtha, der erste grössere Ort in Laos. Wir wussten schon vom Boatlanding Guesthouse und steuerten dies direkt an. Nach einem gemeinsamen Mittagessen an der Weggabelung vor Luang Namtha verabschiedeten wir uns von unserem Reisepartner da Wolf direkt nach Vientiane weiterfahren wollte.

Die Dörfer sind sehr einfach und gegenüber China merkt man sofort dass in diesem Land nicht so viele Ressourcen gibt.

4. – 11. November 2016

Wir konnten hinter den Bungalows unser Auto abstellen und hatten die grosse Terrasse zur Verfügung.

Wir genossen es sehr nach den China Strapazen uns zu erholen und ein paar Tage nicht fahren zu müssen. Ohne den Guide an unserer Seite waren wir wieder frei. Deshalb blieben wir hier über 1 Woche am Platz. Wir besuchten die Stadt um einzukaufen, ansonsten beobachteten wir das Treiben am Fluss.

Frauen beim Fischen.

Früh übt sich … 

Leider wars nach 3 Tagen mit den schönen Wetter vorbei und es begann in Strömen zu regnen. Wir waren froh um die grosse Terrasse und hatten unseren Dagi soweit wie möglich wasserdicht gemacht. Der Fluss wurde von Tag zu Tag grösser.

Zu uns auf den Platz kam auch ein niederländisch/englisches Pärchen Kevan und Barbara mit ihrem Landrover. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Am letzten Abend war der Fluss so bedrohlich angeschwollen dass wir den Standplatz für die Nacht wechselten.

11. November 2016

Wir hatten noch keine festen Pläne für Laos und so bot es sich an mit Kevan & Barbara die Fahrt nach Nong Khiaw zu machen.

Weihnachtssterne als Baum.

Dusche am Strassenrand.

Natürliches Landleben.

… die Schule ist aus.

Kinder spielen neben der Strasse

Nong Khiaw liegt inmitten einer dramatischen Szenerie aus fruchtbaren, üppig grünen Hügeln und beeindruckenden Kalksteinfelsen, die imposant um den Nam Ou-Fluss emporragen.

Zur Übernachtung finden wir Platz in einem Guesthouses.

Wir treffen auch noch Vanja & Julia welche auch durch China nach Laos gefahren sind.

Für die nächste Nacht suchen wir uns einen Standplatz etwas ausserhalb des Ortes und werden bei einem kleinen Familienrestaurant fündig.

Wir werden freundlich aufgenommen und essen auch hier im Restaurant. Da unser Platz direkt am Fluss liegt können wir beobachten wie eine ganze Ladung Orangen von einem Langboot gelöscht wird.

So wird „Sticky-Rice“ zum Frühstück gemacht.

13. November 2016

Nach einer angenehmen Nacht, es kühlte schön ab, machten wir uns auf den Weg. Unser Gastgeber vom Restaurant, wollte uns aber zuvor noch in sein Dorf zu seinen Eltern mitnehmen. Er hätte einen besonders guten Lao-Lao (Laotischer Schnaps) für uns. Diese Gelegenheit in ein ländliches Dorf Einblick zu erhalten nahmen wir gerne war.

Das Dorf Pak Bak

Freundliche junge Familie.

Wie sich herausstellte war der Vater zugleich Dorfchef und Musiker auf traditionellen Instrumenten, was er uns auch gerne vorführte.

Die „so u“ spielen.

Nach etwas fachkundiger Anleitung …

… hab ichs auch probiert.

Im Haus hat die Frau einen kleinen Laden eingerichtet. Wir kaufen hier ein paar Dinge ein – eher als Gegenleistung. Der Abschied war auch sehr herzlich.

Unser Tagesziel war für heute Muang Pak Ou. Um das noch zu erreichen mussten wir uns beeilen.

Unterwegs entdeckten wir interessante „fliegende Händler“ …… und auch andere Verkehrsteilnehmer.

Da wir nun doch früher als gedacht angekommen waren, blieb uns noch Zeit gegenüber dem Mekong die Tham Ting Höhle zu besuchen. Dazu mussten wir und von einem Boot zur anderen Seite bringen lassen.

Gläubige pilgern nach Tham Thing und stellen ihre Figuren auf.
Immer mehr verschwanden in der Vergangenheit, gestohlen von Trophäenjägern – meistens waren es Touristen. Zum Schutze gegen diesen Frevel haben sich einige Menschen auserkoren, dieses Heiligtum vor Dieben und Schändern zu schützen und zu bewachen. In der Nähe von Tham Thing wurden schon mehrere Tote gefunden und bei ihnen die Buddha-Figuren, die danach wieder an ihren rechtmäßigen Platz gebracht wurden.
Niemand weiß wer es war und niemand will sie je gesehen haben, auch nicht die Polizei, und doch weiß jeder, dass es sie gibt – die Wächter des Heiligtums.
Jacko http://www.travellerweb.de/

Daher auch die Bezeichnung 1000 Buddha Höhle.

Wir fanden gnz in der Nähe einen Übernachtungsplatz und die Einwohner des Dorfes öffneten uns die Wiese beim lokalen Sanitätsposten.

14. November 2016

Anderentags, ganz in der Nähe, nur ein paar km entfernt stiessen wir auf ein Elephant-Camp. Laos wurde einst als Land-of-million-elephants bezeichnet. Heute gibt es noch ca. 1500! Das Elefantensterben in Laos ist ein Problem und wird nur durch Tourismus nicht zu lösen sein.

Nach einigen Diskussionen und der Hilfe einer amerikanisch-laotischen Dame die auch im Camp weilt konnten wir den Besitzer dazu überreden uns mit unseren Autos am Fluss stehen zu lassen.

Am Mekong

Herrlicher Standplatz am Fluss.

Den Tag verbrachten wir im Camp um uns umzusehen und die Elefanten zu beobachten.

Keiner der Elefanten ist angekettet.

Es sind immer genug Mahouts da für die Aufsicht.

Orginelle Idee zur PET-Flaschenverwertung.

Die grauen Riesen haben uns sofort in ihren Bann gezogen. Wir haben erfahren dass wir im einzigen Elefanten-Camp sind, das ganz in Laotischer Hand ist und stellten fest dass die Haltung der Tiere sehr gut und natürlich organisiert ist.

Die Mahouts waren sehr offen und freundlich.

Den Abend beschlossen wir mit einem tollen Sonnenuntergang am Mekong direkt vor unseren Autos.

15. – 16. November 2016

Wir hatten eine ruhige angenehme Nacht und die Temparaturen kühlten auch etwas ab. Da das Camp kaum Übernachtungsmöglichkeiten anbietet, sind die Tagestouristen bald verschwunden und wir unter uns. Am Morgen beim Kaffee beobachten wir die Elefanten – einer nach dem anderen – zum trinken an den Fluss gebracht werden.

Der Chef-Mahout.

Der Grosse kommt vom Fluss zurück.

Nun beschliessen wir doch noch einen Ausritt mit den Elefanten zu machen. Zuerst werden wir in den Kommandos instruiert.

Unser Begleiter und Fotograf.

… auf Los gehts Los!

und schon tauchen wir in den Jungel ein.

Elefanten sind sehr trittsicher.

Nach einer ca. 1 stündigen Wanderung über Jungelpfade, gehts wieder in Richtung Fluss.

Das Baden macht den Elefanten mindestens soviel Spass wie uns.

Map-Long: Das Kommande zum hinliegen.

Wo ist der Elefant …

Nach dem Wasserspielen gehts nachhause.

Nun gibts für uns einen Drink und für die Elefanten einen Snack.

Ein wundervoller Tag neigt sich dem Ende zu. Es war fantastisch!

16. November 2016

Wir beschlossen noch einen weiteren Tag zu bleiben. Es war einfach zuschön hier. Eine Fotosession mit der Mahoutmannschaft und nochmaligem Ausflug auf den Elefanten in der Gruppe stand am Programm.

Gegend späten Nachmittag machten wir uns auf nach Luang Prabang. Es war nicht weit und in 1 Stunde waren wir beim Wat (Buddistisches Kloster) wo wir versuchen wollten übernacht zu bleiben. Nach einem netten Gespräch mit einem Mönch wurde uns gestattet im Innenhof unser Lager aufzuschlagen.

Night Market in Luang Prabang

Die Nacht verbrachten wir ungestört, wenngleich die Musik aus der Nachbarschaft bis tief in die Nacht ging.

17. November 2016

Am Morgen inspzierten wir das Wat (Kloster) wo wir standen.

Frühstück

Buddistische Fresken

Unser Standplatz im WAT

Nun wollten wir uns Luang Prabang näher ansehen. Dazu suchten wir das Ufer des Mekong.

Weiter wollten wir noch ein Service für unseren DAGI und suchten eine Toyota-Garage, welche bald gefunden war. Leider konnten diese die meisten Arbeiten nicht ausführen, hatten auch keine Filter ect. nur die Bremsbeläge konnten gewechselt werden. Die Garage war vom Feinsten, aber was nützt das wenn nichts geht.

Gegen Abend suchten wir noch die Tempel in Luang Prabang auf. Es war faszinierend den Mönchen bei Abendgebet zuzusehen.

Für das bekannte Vat Xienthong war es aber zu spät sodass wir dass für den nächsten Tag aufhoben. Dafür bummelten wir nochmals ausgiebig über den night-market.

Es gab sogar eine deutsche Bratwurst. Welch Freude …

18. November 2016

Die Nacht im Wat war ruhig und wir haben den Morgen mit Frühstück genossen – da kam die Überraschung.

Touristenpolizei kam um uns zu inspizieren – Passport please. Fazit: im Wat können oder dürfen wir nicht übernachten – too dangerous (zu gefährlich). Die Mönche könnten uns wohl ausrauben – lächerlich!

Alles diskutieren half nichts. Unser freundlicher Mönch zuckte nur hilflos mit den Schultern – wer hat uns da verpfiffen?

Auf die Frage, wo wir denn mit dem Auto stehen können, gab uns einer der Polizisten eine Adresse eines Guesthouses an. In 2 Stunden kämen sie wieder und wenn wir dannnoch da wären gibt es Ärger.

Na was solls, Ärger wollten wir auch nicht. Erst mal in Ruhe zusammenpacken, dann gehen wir uns noch etwas ansehen und dann mal sehen ob die Adresse vom Polizisten was taugt – was wir bezweifelten. Unsere Freunde Kevan & Barbara beschlossen gleich weiterzufahren.

Der Abschied von unserem freundlichen Mönch war sehr herzlich und wir hatten ihn ins Herz geschlossen.

In guter Mönchstradition, gingen auch wir wieder auf Wanderschaft.

Zuerst aber wollten wir den Wat Xieng Thong besichtigen. Er ist einer der ältesten und schönsten Tempelanlagen von Luang Prabang. Der Wat befindet sich am Mekongufer fast auf der Spitze der von Mekong und dem Fluss Nam Khan gebildeten Halbinsel. Ihr Sim verdeutlicht am besten den eignen Architekturstil des laotischen Nordens: Die fast bis auf den Boden gezogenen Dächer und die reiche Innenausstattung der Dachbalken und Sparren.

Zum Abschluss suchten wir noch den deutschen Metzger auf um uns mit diversen Wurstwaren einzudecken.

Nun suchten wir das Khamvandy Guesthouse auf das uns der Polizist angegben hat. Wir brauchten ja wieder einen Standplatz nach dem Rauswurf aus dem Wat. Zu unserer Überraschung war es ein supertoller Platz und erst noch gratis. Wir konnten Wasser bunkern und hatten einen Tisch mit Bank zur Verfügung.

Wir trafen auch unseren netten Freund aus Luang Namtha der uns dort geholfen hat eine Sim-Card fürs Internet zu bekommen.19. November 2016

Am Morgen starteten wir nach Vang Vieng, eine Fahrt durch schöne Landschaften mit den bizarren Felsformationen.

Überall machte sich der Brandrodungsfeldbau bemerkbar.

Der natürliche primär Regenwald ist vielerorts verschwunden.

Kalksteinformationen

Dorf am Weg nach Vang Vieng.

Gegen Abend gelangten wir nach Vang Vieng, ein Ort der einstmals als beliebte Hippieabsteige bekannt war. Dem wilden Partytreiben wird jetzt mehr uns mehr Einhalt geboten.

Den Standplatz bei einem Guesthouse konnten wir nicht auf Anhieb finden. Deswegen entschlossen wir uns spontan bei einem noblem Resort direkt am Fluss nachzufragen und siehe da, kein Problem wir konnten auf einem hübschen Rasenplatz hinter dem Hotelparkplatz nächtigen – kostenlos.

20. November 2016

Hier gönnten wir uns einen Ruhetag und verbrachten diesen mit Wartungsarbeiten und Faulenzen.

21. November 2016

Unser nächsten Ziel war die Hauptstadt Vientiane. Doch wir wollten nicht direkt dorthinfahren und machten einen Abstecher (Offroad) ins Hinterland von Vang Vieng, wo wir auch die Tham Phu Kham Cave und Blue Lagoon besuchten. Die Höhle ist sehenswert, die Blue Lagoon ein überlaufenes Freiband für asiatische Touristen.

Die Fahrt führte uns weg vom touristischen Treiben durch ursprüngliche Landschaften und kleine Dörfer.

Abends erreichten wir Vientiane, die Hauptstadt von Laos. Ein Standplatz war bald gefunden direkt am Mekong neben der grossen Statue des letzten Königs von Laos Anuvong dem ein besonders grausames Schicksal ereilte. Wir wollten auch hier uns das Visum für Thailand besorgen und ev. auch für Kambodscha und über die Einreise mit dem Auto informieren, da wir immer wieder die verschiedensten Gerüchte zugetragen bekamen.

Das Visum für Laos reichte uns auch nicht sodass wir verlängern mussten. Besonders das Permit für das Auto war uns wichtig. Diese Arbeiten nahmen uns 3 Tage in Anspruch. Das Thai-Visum war unproblematisch. Auf der Botschaft von Kambodscha erhielten wir die Auskunft dass es ein Visa-on-arrival ohne Probleme gibt. Auch das Auto können wir ohne Problem einführen.

Trotz der Behördengänge nahmen wir uns Zeit auch ein paar Sehenwürdigkeiten zu besuchen.

Patuxai („Siegestor“; französisch Monument des Morts)

Pha That Luang (königlicher Stupa), das Wahrzeichen des Landes aus dem 16. Jahrhundert, stellt die Vereinigung von Buddhismus und laotischer Kunst dar.

Golden sleeping Buddha

Pha That Luang

Dann war da noch der Service für unseren DAGI, denn von seiner Zuverlässigkeit hing oft Vieles ab. Bei Mike und seiner Lao Can-Am Autoservice fanden wir eine zuverlässige Werkstatt, nachdem wir es mehrmals bei offiziellen Toyotagaragen vergeblich versucht hatten. Abschmieren, Filterwechsel, neuer Ventilsteuerriemen etc. alles zuverlässig und sehr günstig erledigt.

Dabei wurden wir Zeuge eines traurigen Ereignisses. Ein deutsches Pärchen musst ihren VW T3 unter Zollaufsicht verschrotten da der Rost so fortgeschritten war dass die Radaufhängung nicht mehr geschweisst werden konnte.

Mit Zollaufsicht, da das Auto im Carnet de Passage eröffnet war.

Mit Flex und Schneidbrenner wird versucht das Auto zu zerteilen.

Wir durchstreiften nochmals mit Kevan & Barbara zusammen den Nightmarket am Ufer des Mekong. Eine letzte Nacht neben unserer Statue, bevor wir am nächsten Tag in den Süden Laos aufbrachen.

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