Die Aufzeichnungen sollen für uns eine Reiseerinnerung sein und gleichzeitig auch unseren Familie / Freunden Einblicke in das Erlebte geben.

Kambodscha – Sihanoukville / Siem Reap

04. Januar 2017

Nun wollen wir uns aber wieder erfreulicheren Dingen zuwenden und starten nach Sihanoukville, wo wir unser Haus für die kommenden 2 Wochen beziehen wollen.

Die nächsten Tage verbringen wir in familiärer Atmosphäre. Fahren an den Strand und geniessen unser „zu Hause“.

Weihnachten begehen wir mit einem feinen Essen in Sihanoukville, gegenüber einem schweizer Hostel, welche die Schweizer und die Berner Fahne am Balkon hängen haben. Wir gehen noch zum Pier und sehen von dort aus auf die Partymeile woher laute Musik dröhnt. Nichts für uns, wir gehen nach Hause wo es schön ruhig ist.

Am 28. Dezember 2016 kommt unsere Tochter Claudia ebenfalls.

Wir freuen uns sehr über den Besuch.

Zu viert unternehmen wir dann eine Jungel- und Mangroventour.

31. Dezember 2016

Heute ist Silvestertag und wir haben unsere Freunde Kevan & Barbara, Pius & Adina. Wir laden alle zu einem feinen Essen ein.

Am Abend haben wir in einem tollen Resort am Strand reserviert und geniessen den Abend sehr.

Die Beach Lounge

Prima Seafood

Wir lassen Lampions in den Nachthimmel steigen.

Alle Wünsche fürs Neue Jahr werden gegen Himmel getragen.

 

02. Januar 2017

Das Neue Jahr hat gut begonnen. Leider geht auch nun für Ennio die schöne Zeit zu Ende. Er muss zurück zu seinen Prüfungen und Job.

Es waren sehr schöne Tage zusammen.

Wir verbliebenen 3 starten einen Ausflug nach Kapot und Kep, wo wir unterwegs uns den Popokvil Wasserfall anschauen. Leider ist jetzt in der Trockenzeit vom Wasserfall nicht viel zu sehen. Aber die herrlichen Ausblicke auf die Küste entschädigen uns.

Nun gehts nach Kep, der Krabbenhochburg. Es ist ein malerisches Städtchen am Meer und wir versuchen noch eine Mahlzeit zu ergattern, da wir schon spät dran sind.

Die Krabben und Meeresfrüchte schmeckten herrvorragend.

Auf der Fahrt zurück liessen wir uns einen Besuch der Pfefferplantage nicht entgehen. Von hier kommt der berühmte Kampot Pfeffer.

04. Januar 2017

Nun wird es Zeit unser temporäres Heim in Sihanoukville zu verlassen. Wir möchten in den Nord-Westen Kambodschas und die vielen Tempel, allen voran Ankor, besichtigen. Die Fahrt fürt uns wieder über Phnom Penh welches wir aber umfahren und in Richtung Kampong Thom steuern. Wir übernachten in einem kleinen Dorf nach der Stadt. Wir im Auto, Claudia im Home-Stay.

Die Familie beim Homestay – little english.

Alle schauen interessiert zu, es gibt Käse Fondü.

Unsere Gastgeberin probierts auch mal

Begeisterung hat das Fondü nicht ausgelöst.

Alle begutachten unser Gefährt.

05. Januar 2017

Am Nächsten Morgen gehts weiter zur Tempelanlage. Vorher aber noch ein Fotoshoting mit den Kindern.

Kinder haben da wenige Berührungsängste.

schon sehr aufgeweckt.

ohne Worte !

Unser Übernachtungsplatz hinter dem Haus.

Nun gehts von der Hauptstrasse ab zu unserer ersten Tempelanlage Sambor Prei Kuk. Das Tempelareal von Sambor Prei Kuk gehört zusammen mit Angkor und Koh Ker zu den drei bedeutendsten Tempelkomplexen Kambodschas.

Sambor Prei Kuk ist der moderne Name eines Hindutempelkomplexes im heutigen Kambodscha, in der heutigen Provinz Kampong Thom. Es handelt sich um die alte Stadt Isanapura. Sie wurde 615 von Isanavarman I. erbaut. Es gibt aber auch Anzeichen, dass es Vorgängersiedlungen gab.

Isanapura war die Hauptstadt des Königreiches von Chenla, das hier im siebenten und achten nachchristlichen Jahrhundert blühte. Die Ruinen bestehen aus über 150 Tempel und Türmen und bedecken ein Gebiet von über 300 Hektar. Es gibt drei Hauptkomplexe, die von Mauern umgeben waren. Die Tempelbauten sind reich mit Reliefs dekoriert.

Es ist sehr heiss und obwohl wir uns meist im Schatten der Bäume bewegen sind wir nach dem Rundgang ziemlich geschafft.

Nun gehts nordwärts nach Preah Vihear von wo aus wir abbiegen nach Koh Ker einer weiteren Tempelanlage. Auf der Zufahrt bei einem Guesthouse nehmen wir Quartier – wir im Dagi und Claudia im Zimmer. Den Abend vebringen wir gemütlich zusammen bei einem guten Essen und einem Glas Wein.

06. Januar 2017

Heute hätte Koh Ker am Programm gestanden. Da wir aber lieber einen zusätzlichen Tag für Angkor einplanten haben wir diesen Tempelkomplex nicht ausgiebig erforscht.

Koh Ker ist der moderne Name für eine ehemals bedeutende Stadt des Khmer-Reiches, die Lingapura (Stadt der Lingas) oder Chok Gargyar („Stadt des Glanzes“) genannt wurde. Sie liegt im Norden Kambodschas in einem dünn besiedelten Dschungelgebiet, rund 120 Kilometer von Siem Reap und Angkor entfernt. Auf einem Areal von 81 km2 wurden bisher über 180 Monumente entdeckt. Die meisten liegen versteckt im Wald, der teilweise noch stark vermint ist. (Wikipedia)

Foto: Kim-Long Meng

Nun machten wir uns auf nach Siem Reap, wo wir uns ein schönes Hotel gönnten, da wir 3 oder 4 Tage bleiben wollten. Zur Einstimmung besuchten wir das neu Informationszentrum.

Orientierungsmodell

07. -09. Januar 2017 / Angkor

Wir betreten die einstige Hauptstadt des Khmer Reiches. Erste Königsnamen tauchen im 7. Jahrhundert auf. Die schriftlichen Quellen sind spärlich und widersprüchlich. Erst mit König Indavarman I (reg. 877-889) wird das Khmer-Reich greifbar. Um 900 verlegt sein Sohn, König Yasovarman I. (889-ca.910), die Hauptstadt nach Angkor. 1177 wird Angkor von den Champa, einem Volk aus Zentral-Vietnam, erobert. 1181 gelingt Jayavarman VII. die Rückgewinnung. Er regiert bis 1206 oder 1220. Es ist die Zeit der größten Ausdehnung des Khmer-Reiches.

Nun haben wir vor Die Angkor Tempel zu besichtigen. Das Areal ist riesig und wir planen 3 Tage dafür ein. Die Vorgeschlagenen Routen absolvieren wir in umgekehrter Richtung sodass wir dem Hauptansturm der Besucher ausweichen können.

Von Stefan Fussan – Eigenes Werk This file was imported from Wikivoyage Shared., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23024995

Prasat Kravan

Prasat Kravan

Reliefs im Inneren.

Reliefs im Inneren.

Prasat Kravan ist ein dem Hindu-Gott Vishnu geweihter Tempel in Angkor/Kambodscha, der im Jahre 921 im Stil von Koh Ker erbaut wurde.

Srah Srang

Der Srah Srang ist ein etwa 725 × 400 Meter messendes Wasserreservoir nahe den historischen Anlagen Angkor.

Banteay Kdei

Banteay Kdei ist ein von der Mitte des 12. bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts unter König Jayavarman VII. gebauter Klosterkomplex in Angkor.

Alte Klosteranlage

Guterhaltene Figuren

Apsara Relief

Die Natur ist stärker

Ta Prohm

Der Gebäudekomplex Ta Prohm ist eine aufgegebene Tempelanlage bestehend aus Tempel, Kloster, weiteren kleineren Gebäuden und der umgebenden Mauer mit Ecktürmen und Gopurams.

Eine besondere Stellung unter den Tempelanlagen von Angkor nimmt Ta Prohm wegen des halbverfallenen Zustandes ein. Die Restauratoren und Architekten der École française d’Extrême-Orient, die ersten, die in der Neuzeit begannen, die Tempel zu restaurieren, beschlossen, einen Tempel in dem Zustand zu belassen, in dem sie ihn vorfanden. Die Wahl fiel auf Ta Prohm.

Besonders eindrucksvoll sind die Würgefeigen und die noch größeren Tetrameles nudiflora, deren Wurzeln ganze Gebäude überwachsen.

Die Ruinen dienten als Kulisse für den Film Lara Croft: Tomb Raider.

Pre Rup

Der Shiva geweihte Pyramidentempel Pre Rup ist der bedeutendste Angkortempel des 10. Jahrhunderts.

So beschliessen wir unsere Rundfahrt durch den archäologischen Park für heute durch das Tor mit den vier Gesichtern. So viele Eindrücke und Gesehenes wollen verarbeitet werden.

Der Abend gehört einem anderen Thema. Heute spielt Dr. Beat (Beatocello) Richner der Gründer und Initiator von 5 Kantha Bopha Kinderspitälern auf seinem Cello. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Es ist beeindruckend diese Arztlegende zu erleben. Mittlerweilen haben wir vernommen dass Beat Richner (70 J.) erkrankt ist.

Nach der Vorstellung erkunden wir noch ob es eine Apsara Tanzvorstellung zu besuchen gibt und werden im Raffles Grand Hotel d’Angkor fündig. Wir können für den nächsten Tag reservieren.

Bei einem exquisiten Cocktail und einer Fotosession in der Ausstellung des Hotels beschliessen wir den Tag.

Der Haus-Cocktail war himmlisch.

08. Januar 2017 – 2.Tag Angkor

Nach dem Frühstück haben wir den Swimmingpool genossen bevor wir uns auf den heissen Weg zu den Tempeln machen.

Das schöne ist, dass wir mit unserm Dagi durch die Anlagen fahren können. Dabei geniessen wir die Klimaanlage im Auto. Es ist sehr heiss.

East Mebon

Der Östliche Mebon ist ein Tempel in Angkor, der im Auftrag von Rajendravarman II. erbaut wurde. Für die Planung war der Minister und Architekt Kavindrarimathana verantwortlich. (Wikipedia)

Die Strukturen des Östlichen Mebon liegen auf vier verschiedenen Ebenen.

Vierte Ebene

Elefant auf der zweiten Ebene

kreuzförmige Eingangstore (Gopuras)

Ta Som

Der buddhistische Tempel Ta Som wurde 1190–1210 unter Jayavarman VII. erbaut und während der Regentschaft von Indravarman II. erweitert.

UNESCO Weltkulturerbe

Die Wetseite des Ta Som

Gut erhaltene Reliefs.

Devata an einer Wand des Ta Som Tempels

Devata

Devata

Gopura mit Bildnis des Lokeshvara

Das Osttor des Ta Som

Von Würgfeigen überwuchert.

Einige europäische Expeditionen hatten die Apsarafiguren herausgemeiselt um die mitzunehmen. Zu besichtigen in europäischen Museen. Es fanden richtiggehend Kulturraubzüge statt.

Neak Pean

Neak Pean ist eine künstliche Insel im Zentrum des Nördlichen Baray, eines künstlichen Staubeckens. Das im Bauschaffen der Khmer einmalige Ensemble entstand Ende des 12. Jahrhunderts unter König Jayavarman VII. (Wikipedia)

Der Tempelturm von Neak Pean; gut sichtbar das Kopfende einer Steinschlange, die die Stufen umwindet

Die nördliche Kapelle des Neak Pean

Weil der Nördliche Baray ab 2007 instand gesetzt wurde, liegt die quadratische Insel heute wieder in der Mitte einer rechteckigen, ausgedehnten Wasserfläche.

Preah Khan

Die buddhistische Tempelanlage Preah Khan ist vermutlich das Relikt einer provisorischen Angkor-Hauptstadt. Der verhältnismäßig gut erhaltene Komplex aus dem späten 12. Wikipedia

Ein 200 Meter langer Weg führt jetzt zum Gopuram des vierten Ringes. Der Weg ist gesäumt von quadratischen Pfeilern. An ihnen erkennt man die Darstellung mystischer Gestalten mit einem menschlichen Körper und den Beinen eines Garuda sowie einem Löwengesicht.

Der Ahnentempel Preah Khan, früher Zentrum einer Kloster- und Universitätsstadt

Fantastische Steinmetzarbeiten

Ein Reisspeicher? – zweistöckiges Gebäude im Preah Khan

Eine Khmerhochzeit

Zentraler Gang im Preah Khan

Hat die Jahrhunderte gut überdauert.

das zentrale Heiligtum, der so genannte Prasat; seit etwa dem 16. Jahrhundert beherbergt er einen kleinen Stupa.

Apsara

Apsara

Im Griff des Kapok-Baumes

Kunstvolle Türkapitele

Der Bayon – ein Highlight von Angkor

Der Bayon war der Haupttempel von Jayavarman VII und seiner direkten Nachfolger und gilt als eine der bekanntesten und bedeutendsten Stätten der Welt. Seine komplexe Struktur ist einmalig, auch bedingt durch seine verschiedenen religiösen Einflüsse von Götterwelten, Hinduismus und Buddhismus. Angkor Thom war zur damaligen Zeit eine florierende und gut befestigte Stadt. Daher passten spätere Herrscher den Tempel lieber an ihre Vorstellungen an, anstatt ihn abzureißen und neu zu errichten.

Auf den Türmen wurden rund 200 bis zu 7 Meter hohe Gesichter des Lokeshvara in den Stein gehauen.

Bekannt ist der Bayon für seine vielen steinernen Gesichter in den Tempeltürmen.

Die Khmer waren zur Zeit der Errichtung Angkor Thoms teilweise Anhänger des Hinduismus und teilweise Buddhisten. Wie viele Tempel in Angkor spiegelte auch der Bayon den Synkretismus der Khmer wider und beherbergte sowohl hinduistische Götterbilder wie auch dem Buddha gewidmete Heiligtümer.

Die äußere Galerie zeigt historische Erzählungen der Khmer, wie zum Beispiel aus den Kriegen gegen die Cham.

Kriegszug

Der zentrale Tempelberg ist von zwei konzentrischen quadratisch angelegten Galerien umgeben, deren Wände eine Reihe von Reliefs tragen.

Angkor Wat – Das Highlight

Zum Schluss kamen wir zum berühmten Angkor Wat.

Mitten im kambodschanischen Dschungel tanzen Elfen und lächeln die Götter. Ihr Antlitz schmückte die Tempel der einst größten Städte der Welt: Angkor. Etwa eine Million Menschen haben im Mittelalter hier gelebt. Nicht Könige regierten das Riesenreich der Khmer – es waren die Götter, so die Sage. Wenn von Angkor die Rede ist, ist zumeist Angkor Wat gemeint – der bekannteste Tempel im Zentrum der einstigen Riesenstadt. Bis heute gehört er den größten Sakralbauten der Welt. Vor ungefähr tausend Jahren wurden die Tempelanlagen aus kunstvoll bearbeiteten Sandsteinen zusammengesetzt.

An Angkor Wat erkennt man beispielhaft den Baustil der Angkor-Zeit: Das Heiligtum hat eine exakte Symmetrie und der zentrale und höchste der fünf Türme verkörpert den Berg Meru, das Zentrum der Welt. Dieser zentrale Turm ist die wichtigste architektonische Gemeinsamkeit aller Tempel von Angkor. Darüber hinaus ist jedes einzelne Bauwerk im Grundriss in vier Quadrate aufgeteilt, was mit der im Hinduismus wichtigen Zahl Vier (absolute Vollkommenheit) in Verbindung steht.

Angkor Wat fungiert heute als herausragendes nationales Symbol: Es steht repräsentativ für die Kultur der Khmer und des heutigen kambodschanischen Volkes. Dementsprechend häufig findet man Abbildungen von Angkor Wat – so auch auf der kambodschanischen Nationalflagge.

Wir hatten kein Wetterglück – deshalb eine Aufnahme bei Sonnenschein. Angkor Wat and its reflection © sippakorn / Shutterstock

CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14165

 

Buddhistische Mönche besuchen noch immer täglich Angkor Wat

Die Tempel von Angkor sind das Vermächtnis der Khmer-Zivilisation an die Welt. Wenn man etwas lernen kann an diesem historischen Ort, dann ist es Demut: Vor der Größe menschlichen Schaffens, aber auch vor seiner Vergänglichkeit.

Nach so vielen Eindrücken und Tempeln geniessen wir das Kulinarische in schönen Ambiente.

Das Raffles Grand Hotel d’Angkor

Vorführung von Apsara Tänzen

Erstklassige Küche

09. Januar 2017 – 3. Tag Angkor

Zum Abschluss geht in das ca. 20 km entfernte Banteay Srei.

Am Weg dorthin befindet sich das Land-Mine-Museum welches als eine NGO das Landminenproblem angeht.

Wir hatten das Glück Bill kennenzulernen. Es war ein sehr informatives Gespräch.

Im Jahr 2003 hörte Bill Morse eine Geschichte über einen jungen kambodschanischen Mann, einen Ex-Kind-Soldaten namens Aki Ra, der ein kleines Landminenmuseum in Kambodscha begonnen hatte. Er suchte Landminen von Hand und entschärfte sie mit einem Stock. Alles kostenlos Aki Ra hatte auch ein Hilfszentrum gegründet, ein Haus für verwundete und verlassene Kinder. Er und seine Frau Hourt sorgten für ein Dutzend dieser Kinder.

Bill und seine Frau waren so fasziniert von der Geschichte, dass sie nach Kambodscha reisten, um diesen Mann zu finden und ihn zu treffen. Nachdem sie zwei Tage mit Aki Ra und Hourt verbracht hatten, kehrten sie in die Vereinigten Staaten zurück und gründeten eine Wohltätigkeitsorganisation, um Aki Ra bei der Entschärfung von Landminen zu helfen. Seit dieser Zeit lebt Bill und seine Frau in Siem Reap und ihr Lebensaufgabe ist Minenopfern zu helfen.

People don’t want to raise money for a country that they can’t even find on a map. By the time this problem is gone, I won’t even be around anymore. It’s up to the younger generations, the future, to get rid of this problem created by the older generations. Cambodia is the size of Missouri.  If these deaths and injuries were happening there, the US Army wouldn’t be in Afghanistan, they’d bin Kansas City marching to St. Louis. “ 

Bill Morse

Lt.  US Army, Military Police 1970/71

Banteay Srei – „Zitadelle der Frauen“

Als einer der wenigen Tempel Angkors ist der Bauherr von Banteay Srei kein König, sondern ein brahmanischer Priester mit dem Namen »Yajnavaraha«. Dieser Priester, ließ den Tempel Ende des 10. Jahrhunderts errichten und widmete ihn dem Gott Shiva.

Auch nach der Wiederentdeckung Angkor Wats blieb Banteay Srei noch einige Jahre unter der dichten Urwaldvegetation den Blicken der Forscher verborgen. Bis ihn schließlich ein französischer Leutnant 1914 zufällig entdeckte. Neun Jahre später ließen ihn die Franzosen von der Vegetation befreien. Der auf Grund seiner Ornamentik als einer der kunstvollsten geltende Tempel wurde Mitte des 10. Jahrhunderts erbaut.

Wir fahren an diesem Tag noch bis Kampong Thom zurück. und übernachten im Vimen Sovan Guesthouse.

10. Januar 2017

Nun gehts zurück nach Phnom Penh, da Claudia heute in die Schweiz zurückfliegt. Unterwegs gibts noch ein Pic-Nic. Die Tage mit ihr sind so schnell vergangen und wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Abschiedsfoto bevor es zum Flughafen geht.

Fast hätten wir uns an die Gesellschaft unserer Kinder Ennio und Claudia gewöhnt. Danke dass ihr unsere Reise bereichert habt.

Jetzt sind wir wieder alleine und quartieren uns erstmal in einem Hotel in Phnom Penh ein um die Formalitäten mit Thailand abzuwarten.

Die Thai’s wollen keine Overlander mehr im Land und haben Restriktionen eingeführt. Fast scheint es uns als eine Lotterie wer ein Permit bekommt und wer nicht. Einige von unseren Reisefreunden wurden abgelehnt und mussten von Kambodscha aus die Verschiffung antreten. Wir haben noch immer Hoffnung, aber das Warten nervt. Wir müssen zum Schluss noch den CH-Führerschein amtlich beglaubigt übersetzen lassen, da die Thai’s den Internationalen Führerschein nicht anerkennen – weis der Geier warum!

Nach 3 Tagen beschliessen wir in die Nähe der Grenze zu fahren. Die Auskünfte wann wir unser Permit haben sind sehr vage und wiedersprechen sich teilweise. An der Weggabelung wo’s in Richtung Hat-Lek Border geht finden wir am Feld eines Bauern einen Übernachtungsplatz.

Zum Frühstück bringt uns unser „Gastgeber“ eine Durian-Frucht welche er anbaut und zeigt uns wie man diese zerlegt.

14. Januar 2017

Wir fahren zur Grenze und versuchen Informationen bezüglich unserem Visa zu bekommen. Noch immer warten wir auf unser Permit fürs Auto. Mittlerweilen ist das Visa für Kambodscha abgelaufen. Einen Visa-Run können wir uns nicht leisten sonst ist unser 60-Tage Thai Visa weg. Aber schön langsam ist uns dass auch egal – wir verlieren die Lust auf Thailand.

Uns bleibt nichts anderes übrig als einen Visa-Overstay mit der entsprechenden Strafzahlung in Kauf zu nehmen.

Wir fahren an die Küste in der Nähe der Grenze und finden einen passablen Stellplatz in der Nähe von Einheimischen. Hier lassen wir uns nochmals für 4 Tage nieder.

Schön langsam nerven die Thai’s. Wir haben alle möglichen Papiere eingereicht. Jetzt verlangen sie dass wir unsere Motornummer nicht nur auf Papier bestätigen – nein – sie wollen einen Fotobeweis vom Fahrzeug. Das ist schon mutwillige Verhinderung !

19. Januar 2017

Als wir das auch noch erledigt und mit Mail geschickt haben, bekommen wir am Nachmittag die Nachricht dass unser Permit genehmigt ist.

Die letzte Woche hat uns total genervt und wir nahmen die Nachricht zur Kenntniss. Freude konnte nicht besonders aufkommen, aber Erleichterung, da wir nun wussten wies weitergeht. Wir beeilten uns noch am Abend die Grenze passieren zu können.

Es war schon dunkel als wir dort ankamen. Bei der Ausreise mussten wir lange warten da der Grenzer bemerkt hatte, dass wir 5 Tage länger im Land waren als unser Visa gültig war. Nach längerem wurden wir ins Office gebeten. Ob wir wüsssten dass wir ohne gültiges Visa da wären? Ja – wussten wir und mussten USD 100 bezahlen.

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