Die Aufzeichnungen sollen für uns eine Reiseerinnerung sein und gleichzeitig auch unseren Familie / Freunden Einblicke in das Erlebte geben.

Australien – Der Westen – Die Canning-Stock-Route

2. Juni 2018

Wir treffen von Newman kommend in Wiluna ein und beziehen etwas ausserhalb im Gunbarrel Lager Quartier.

Gunbarrel Lager, Wiluna

Hier bereiten wir uns auf die Canning-Stock-Route vor. das sind etwa 2000 km offroad im Outback und sogut wie keine Versorgungsmöglichkeiten. Dabei werden 3 Wüstenlandschaften durchquert.

Hinweisschild in Wiluna

Die Canning Stock Route ist eine Outbackpiste im australischen Bundesstaat Western Australia. Ursprünglich als alter Herdenweg, der für den Viehtrieb von Rindern genutzt wurde, angelegt, gilt sie heute als eine der härtesten und abgelegensten Outbackpisten Australiens. Mit knapp 2.000 km Länge ist sie auch die längste. Sie verbindet den Great Northern Highway in Halls Creek in der Kimberley Region mit dem Nordende des Goldfields Highway in Wiluna

Diese 52 Brunnen wollen wir nun der Reihe nach besuchen. Es sind immer zwei Seiten, zum ersten die Entdeckergeschichte um Alfred Canning, zum zweiten das Schicksal der Aborigines die schwer zu leiden hatten.

Zuerst tanken wir Diesel bis zum letzten, da wir erst wieder nach ca. 1000 km nachtanken können.

Tankstelle in Wiluna.

Gut gelaunt geht es los.

Unser „DAGI“ muss durchhalten.

Am Well (Brunnen) 1

Well 2

Info-Tafel aus Sicht der Weissen und Sicht der Aborigine

Verfallener Brunnen

Well 2A The Granits

Well 3 restauriert

Tafel der Restauration am Well 3

Schwierige Fahrstelle (die Einzige an der CSR) die vorher zu Fuss begutachtet werden sollte.

Wegweiser zum Windich Springs.

Tafel am Well 4, Windich Springs

Windich Springs – eine natürliche Wasserstelle für die Aborigines ein heiliger Ort ist und an dem auch Versammlungen stattfinden.

Es ziehen dunkle Wolken auf.

Nachtlager in Pierre Springs

Wasserfassen am restaurieren Well von Pierre Springs.

Wir treffen Wayne und Robin am Well 7

Verfallener Well 7

Auch Kangaroos kreuzen unseren Weg.

Es ist regnerisch

Am Well 9

Kakdus in den Bäumen

Bushturkey

Hier haben sich Raupen zu einer ganzen Kolonie zusammengeschlossen.

Ein Fahrzeug dass es nicht geschafft hat.

Well 13

Es regnet nun schon 4 Tage, damit haben wir am allerwenigsten gerechnet.

Wasser fassen am Well 15

Das Holz für das Camp-Fire ist gut verstaut.

Wir betreten das Martu-Land.

Well 16

Ein Ausflug auf einen Hügel als Aussichtspunkt.

Durch hohes Spinifex Gras.

Hier wäre die Abzweigung in die Calvert Range, einem Gebiet mit sehr alten Felszeichnungen und tollen Ausblicken. Es handelt sich hier um speziell wichtige spirituelle Plätze der Aborigines. Leider ist von Aborigines die Zufahrt gesperrt worden. Offensichtlich haben Randalen viele kulturelle Stätten beschädigt und mit Abfällen übersät.

Eines der schönsten Camps an der CSR – Durba Springs. Hier gönnen wir uns einen Rasttag.

Wanderung in die nahe Schlucht.

Fantastische Steinformationen.

Bei Durba Springs

Manchmal ist die Piste überwachsen, dass wir Mühe haben durchzukommen.

Wir erleben eindrucksvolle Landschaften.

Well 18

Noch ein Unfallfahrzeug

Die ersten Kasuarien Bäume tauchen auf.

Camp im Casuarien Wald.

Wir sind nun am Lake Disappointment angelangt, Dem See der Enttäuschung. Er wurde so genannt da die frühen Entdecker sich einen Süsswassersee erwartet haben und einen Salzwassersee vorfanden.

Querung des ausgetrockneten Savory-Creek. Wir erkunden dies erst zu Fuss. Diese Flussquerung kann bei anderer Jahreszeit sehr problematisch sein.

Am Savory Creek angekommen.

Mittagsrast in der weiten Landschaft.

Dromedare auf den Dünenkämmen.

Im Dünengebiet queren wir über 1000 Sanddünen.

Well 21 – Jilkupuka, Mitten im australischen Outback.

Die Spuren der Dromedare sehne wir oft auf der Piste. Wir sehen auch immer wieder welche.

Am Well 22

Weites Grasland

In Georgia Bore Well 22, finden wir ausgezeichnetes Wasser. Das Bohrloch wurde von einer Minengesellschaft angelegt.

Stimmungsvoller Abend im Georgia Camp.

Von hier aus müssen wir die original CSR verlassen. Ein uns entgegenkommendes Auto hat berichtet dass ein grosser Teil der Strecke von Wasser überflutet ist und ein Durchkommen fast unmöglich. In der jetzt herrschenden Trockenzeit hätten wir das nicht erwartet. Er hätte es probiert, 2x steckengeblieben und 7Std. das Auto aus dem Schlamm befreit. Das wollten unbedingt vermeiden. Deshalb haben wir eine Umfahrung (300 km) über die Telfer-Mine beschlossen.

Die By-Pass Route über die Telfer-Mine.

Dadurch haben wir die Möglichkeit den sehr abgelegenen Rudall-National-Park zu besuchen. Dadurch haben wir die Möglichkeit den sehr abgelegenen Rudall-National-Park zu besuchen. Der Karlamilyi Nationalpark  (früher Rudall-River-Nationalpark) ist mit 12.837 km² der größte Nationalpark in Western Australia. Er liegt auf der Grenze zwischen der Great Sandy Desert, der Little Sandy Desert und dem Einzugsgebiet des Rudall Rivers.

Karlamilyi NP

Camp im Desert Queen Bath.

Die Desert-Queen-Bath sind eine Reihe von Pools, die sich im Nationalpark Karlamily (früher als Rudall bekannt) befinden. Wir klettern durch die Schlucht und das Bachbett, erreichen schließlich den Hauptpool. und was für eine spektakuläre Aussicht. Mit seinen hoch aufragenden farbigen Klippen auf beiden Seiten spiegelt sich der Pool unten.

Überall ist Aborigines Stone-Art zu finden. Dies deutet darauf hin dass hier ein spirituelle Platz ist.

Der Hauptpool – Ein Bad in einer phantastischen Umgebung, wenn auch ziemlich kalt.

Eine Wanderung wie durch ein Märchenland.

Als wir starten wollen, stellen wir fest dass unsere Batterie komplett leer ist. Versuche über die Verbraucherbatterie zu starten schlagen alle fehl. Zum glück ist noch jemand am Campspot mit einem Quad. Er hilft uns mit Starterkabel.

Wyan und Robin die zeitweise mit uns fahren erklären sich bereit nun mit uns zu fahren und jeden Morgen müssen wir mit Jump-Start den Motor anwerfen. Erst in Halls-Creek gibt es neue Batterien.

Auf der Suche nach Stone-Art der Aborigines, einer langhalsigen Schildkröte auf einem flachen Felsen etwa 60 Meter nördlich des Pools.

Schildkröten Felsritzzeichnung über 20’000 Jahre alt.

Wir finden noch weitere Ston Arts.

Auch Fragmente auf einer eingestürzten Felsplatte.

Die Telfer Mine.

Die Gold-Kupferminen von Telfer in der Great Sandy Desert. Telfer ist ein Fly-in-Fly-out-Betrieb. Zwischen 1975 und der Schließung von Telfer im Jahr 2000 wurden rund sechs Millionen Unzen Gold hergestellt. Seit der Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit im Jahr 2004 wurden über fünf Millionen Unzen Gold produziert. Im Geschäftsjahr zum 30. Juni 2018 produzierte Telfer 425.536 Unzen Gold und 16.212 Tonnen Kupfer .

Von der Telfer Mine an drehen wir unsere Route wieder und fahren über Punmu, wo wir auch Tanken können zurück zur Canning-Stock-Route.

Salzsee am Talawana Treck.

Wir nähern uns Punmu einer Aborigines Community. Am Schrottplatz hat Wyan einige Teile für seinen Toyota LC80 gefunden.

Einfallsreich !!

Die Schule

Aborigines Kinder in Punmu.

Dorfplatz

Es ergibt sich auf dem Weg nach Punmu mit guter Piste ein traumhafter Camp-Platz.

Unser Camp bei der Einmündung des Kidson Tracks.

Auf dem einzigen kleinen Hügel weit und breit geniessen wir den Sundowner.

Häufig anzutreffen, die Dromedare.

Wir erreichen Kunawarritji

Schwärme von Kakadus.

Wegweiser nach Alice Springs 1’100 km

Well 33 Kunawarritji

Das Windrad am Well.

Hier arbeitet ein Windrad um das Wasser nach oben zu pumpen.

Die Piste ist reines Wellblech.

Am Well 35

Wieder begleiten uns Casuarien Bäume.

Unzählige Dünen, grosse und kleine.

Am Well 36

Ein Motorrad Wrack am Wegrand.

Well 37

Das Grab des als Chinaman bekannten Aboriginal-Stockmanns.

Die Gräber zeugen von den Konflikten als die Viehtriebroute entstand. Hier das McLennon Grave.

Eine Höhle mit vielen Rock Art Malereien.

Well 38

Eine Schlucht wo natürliches Wasser zu finden ist.

Es kommt uns ein Bautrupp entgegen. Freiwillige die in wochenlanger Arbeit die Brunnen restaurieren.

Sandpiste über bewachsene Dünen.

Wayn und Robin mit ihrem Landcruiser 80. Sie helfen uns weiter, da unsere Batterie total runter ist.

Well 39

Wayn, ein toller Kamerad.

Die nächsten Sanddünen warten.

Camp im Casuarien Wäldchen.

Am Lake Tobin, aber weit und breit kein Wasser.

Well 40

Der Brunnen ist verfallen.

Ein Grab erinnert an Michael Tobin, der im April 1907 von einem Aborigine tödlich aufgespießt wurde. Tobin war Mitglied der von Alfred Canning angeführten Erkundungstrupp.

Bei seiner Rückkehr nach Wiluna im Jahr 1907 wurde Michael Tobin in Natawalu (Well 40) tödlich getroffen. Im selben Moment erschoss Tobin Mungkututu, den Aboriginal-Mann, der ihn mit dem Speer gespiesst hatte. Bis heute sind die Gründe für diesen Vorfall unterschiedlich. In einem Bericht heißt es, Tobin habe Mungkututus Frau genommen, ein anderes sagt, es sei eine Rache für den Diebstahl heiliger Gegenstände durch die Männer von Cannings.

Well 41 ist restauriert und wir können Wasser fassen.

Der Bautrupp den wir getroffen haben, hat diesen Brunnen wieder in stand gestellt.

Well 42 verfallen

Auf Sandpisten durch die Great Sandy Desert.

Am Well 43

… und jeden Morgen der Jup-Start mit Wyan.

Kaum ist eine Düne geschafft zeigt sich in der ferne die Nächste.

Es macht Spass auf der Dünenpiste.

… und hier kommt Wayn und Robin.

Well 44, noch ein eingestürzter Brunnen.

Fahrzeugwrack am Wegrand.

Der liegt noch nicht so lange da – ein Nissan. Die Kabine im Hintergrund hat es weggeschleudert, wäre aber noch brauchbar.

CSR Well 45 (Tjinditjindi)

Well 46

Die Fahrer der Canning-Stock-Route verewigen sich hier an einem Cairns.

Breaden Pool wurde einst von David Carnegie genutzt, einem Entdecker, der 1896 eine Expedition von den Goldfeldern im Südwesten von Westaustralien nach Hall Creek im Nordosten führte. Das Land, über das sie reisten, ist trockene Wüste. Carnegie und seine Männer hatten einen ständigen Kampf um Wasser für sich und ihre Menge an Kamelen. Hier fand einer der Männer, Breaden, ein kleines Wasserbecken, das später nach ihm benannt wurde.

Unser Camp im Breaden Pool

Sonnenuntergang.

Heute ist Geburtstag und Rashida macht eine feine Geburtstagstorte.

Der Abstecher nach Breaden Pool

Am Well 48

Tafelberge

Interessante Formationen.

Die Breaden Hills.

noch ein Autowrack.

Die Lumpu Rangerstation war unbesetzt – weit und breit niemand. Wir nützen die Gelegenheit um ihre Dusche zu benutzen.

Wieder ein restaurierter Brunnen.

Immer wieder Autowracks am Weg.

Die Dünen sind gewichen und es ist offenen flaches Land.

… und noch ein Wrack.

Savanne

Wir nähern und Well 51

Es ist der letzte der Brunnen.

Wir haben es geschafft und die Canning-Stock-Route bewältigt.

Am Well 51

Die letzten Km nach Billiluna.

Abendrot am letzten Camp vor Billiluna.

Camp in der Nähe von Lake Gregory.

Ein idealer Platz für Wildtier Beobachtungen

Feuerholz wird aufgeladen, während Wyan sich um die Batterie kümmert.

Wir haben Brolgas aufgeschreckt.

Brolgas, wohl eine Kranich Art.

Die Termitenbauten nehmen zu.

Brunnen Windrad bei einer aufgelassenen Farm.

Einfahrt in Billiluna.

In Billiluna halten wir uns nicht lange auf. Es ist wie die meisten anderen Aborigines Communities. Ein Abstecher zum Wolf-Creek-Crater steht noch an. Dort ist auch ein Camp.

Der Einschlag des Meteoriten ereignete sich etwa vor 300.000 Jahren im Pleistozän. Der Impaktkörper hatte eine Masse von etwa 50.000 t und schlug mit einer Geschwindigkeit von 15 km/s ein. Fragmente wurden noch in einer Entfernung von 4 km gefunden.

Der Wolf Creek Meteroritenkrater.

Der Krater, der möglicherweise ursprünglich eine Tiefe von 120 m aufwies, wurde im Laufe der Zeit durch Verwehungen mit Sand und Gips aufgefüllt. Die heutige Tiefe vom Kraterrand aus gemessen beträgt etwa 50 m. Der Kraterrand erhebt sich etwa 25 m gegenüber der Umgebung.

Es ist eine wundervolle Abendstimmung …

… und wir sind die einzigen Besucher.

23. Juni 2018

Wir erreichen Halls Creek nach total 2’300 km und das erste ist dass wir uns eine neue Batterie einbauen lassen.

Das letzte Stück nach Halls Creek war an der asphaltierten Strasse schnell bewältigt. Wir feierten den Abschied mit Wayn und Robin die uns so toll begleitet haben – es soll ein Wiedersehen in Perth geben.

Wir wollen weiter nach Norden in die Bungel Bungels und so geht das Abenteuer der Canning Stock Route nach 22 Tagen zu Ende.

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