Die Aufzeichnungen sollen für uns eine Reiseerinnerung sein und gleichzeitig auch unseren Familie / Freunden Einblicke in das Erlebte geben.

Malaysien Teil 1

 

17. Februar 2017 

Wir sind in Malaysien. Der Grenzeintritt war rasch und problemlos. Wieder Pässe stempeln – 90 Tage Visa on arrival – super. Fürs Carnet de Passage einstempeln musste wir etwas warten, da gerade Gebetszeit war. Aber dann gings rasch. Welcome to Malaysia !Unsere Route durch Malaysia

Wir planen uns ein ruhiges schönes Plätzchen zu suchen und am Ort eine Weile zu verbringen – Zu viele Tempel, Paläste, Ruinen etc. es macht müde.

Wir geniessen aber noch die grandiose Abendstimmung.

Es ist schon Spätnachmittag. Wir fahren von der Grenze nach Perlis an der Küste und hoffen dort eine Bleibe zu bekommen haben aber keinen Erfolg. Auf der Karte ist in der Nähe ein Guesthouse eingetragen, welches wir aber nicht finden. Einheimische führen uns dann hin – geschlossen. Wir fahren zurück zum Ort, wo wir eine freie Fläche gesehen haben wo Leute Drachen steigen liessen. Jetzt war es dunkel und wir fuhren hinein. Unter einem grossen Baum stellen wir uns auf. An der Einfahrt war zwar ein Schild – konnten wir aber nicht lesen. Wir haben es uns gerade „häuslich“ eingerichtet, kommen 4 Mopeds angebraust. Einer stellt sich als Polizist vor, die anderen sind Volunteers. Wir sind auf dem Gelände der Küstenwache und jemand hat wohl die Polizei angerufen.

Alle waren sehr freundlich und wollten Fotos schiessen. Natürlich können wir hier Übernachten.

18. Februar 2017 – 11.04.2017 auf Langkawi

Wir entschliessen uns die Insel Langkawi anzufahren. Dazu müssen wir in Perlis auf die Fähre. Wir hatten in der Eile vergessen an der Grenze einen Autoversicherung zu lösen. Das Versicherungsbüro in Perlis hatte aber geschlossen. Zuerst wollte uns die Fähre ohne Versicherung nicht mitnehmen. Nach einigem Warten ist dann soweit – es geht doch.

Moschee am Hafen von Perlis.

Auf der Fähre nach Langkawi

Durch die Inselwelt des Archipels in der Andamanensee.

Pulau Langkawi ist die Hauptinsel und zugleich der Name einer Inselgruppe von rund 100 Kalksteininseln vor der Nordwestküste von Malaysia. Einstmals gab es hier nur ein paar Fischerdörfer und Reisbauern, bis ein ehemaliger Ministerpräsident von Malaysia auf die Idee kam eine Touristendestination aus der Insel zu machen. Seitdem sind mit Sonderkonditionen internationale Hotelketten angeworben worden und die ganze Insel gleich zur Zollfreizonen erklärt worden. Aber Malaysien ist ein islamischer Staat und auch hier prallen die unterschiedlichen Lebensauffassungen aufeinander.

Auf der Karte haben wir im wenig touristischen Norden der Insel ein Guesthouse das Tanjung Puteri Motel ausgemacht welches wir anfahren. Mal sehen…

Schöner kann es nicht sein. Wir können unser Auto direkt hinter dem Motel mit Blick aufs Meer hinstellen.

Wir haben WC, Dusche und eine ganze Küche zu Verfügung. Zudem einen grossen palmgedeckten Unterstand, falls es regnet.

Herz was willst du mehr … hier bleiben wir erst mal.

Die Gemeinschaftküche.

Zum Chillen mit Blick aufs Meer.

In der Campingarea sind auch noch Backpacker anzutreffen und es ist eine nette Gesellschaft. Auch zwei Tiroler aus dem Pitztal – Thomas und sein Sohn Marco – sind darunter. Später stösst noch Marvin aus Deutschland dazu. Besonders mit Marco hatten wir Freude, er ging jeden Morgen mit seinem Saxophon an den Strand zum Üben und somit für uns das Zeichen – Zeit zum Aufstehen. Meist war es eh schon 9 oder 10. und es verlieh unserem Morgenstart eine besondere Note.

Aber was soll die Uhrzeit, wir Leben in den Tag hinein und da wird es an der Bar auch schon mal 2 Uhr morgens.

Das Guesthouse ist ein Kommen und Gehen. So sind abwechselnd immer verschiedene Leute da und manchmal verirren sich auch welche in unsere Campingarea.

Die ersten Tage tun wir gar nichts ausser chillen, essen, schlafen und an der Bar rumhängen – einfach herrlich.

Nach der ersten Woche mieten wir uns ein Moped und fahren über die Insel. Nach Kuah dem Hauptort zum Einkaufen, dann zum Yachthafen um ein Baguette zu ergattern.

Mit dem Moped über die Insel

An jedem Freitag ist Nightmarket, den wir in zu Fuss in 10 Minuten erreichen können.

Essensstand am Nightmarket

Wir haben nicht alles probiert.

Alles wird in Plastiksäckchen abgepackt, auch Suppe.

Aber das Essen da ist zu fettig, zu süss oder zu unbekannt. Wir kaufen ein paar frische Fische und Mee und Soraya, welche auch beim Camping leben helfen uns ein Barbecue zu machen. Nachdem wir das Fischgrillen unter unsere Obhut genommen haben bleibt der Fisch auch schön saftig und es schmeckt allen hervorragend.

Was uns besonders auffällt sind die vielen beleibten Staturen und vorallem Kinder die sich schon nur mehr mühsam bewegen können. Wir führen das auf das äusserst fettige Fastfood und ein enormes Überangebot an Süssem zurück.

Die Zeit nützt Günther zum Blogschreiben und Rashida kümmert sich ums Essen und auch die Wäsche muss mal gewaschen werden. Zudem werden ein paar Ersatzteile wie Aussenspiegel, den es in Usbekistan erwischt hat, bei Amayama in Dubai bestellt. Hat super geklappt.

Hin und wieder sehen wir hinten an der Toilette ein paar Warane, grosse und kleinere …  … und gelegentlich läuft auch einer quer über den Platz. Sie sind aber sehr scheu und verdrücken sich schnell. Genauso wie die Affenbande die ab und zu mal die Mülltonnen nach Essbarem durchstöbert.

Ansonsten gehts sehr geruhsam zu. Zum Baden gehen wir ein Stück weiter den Strandhinauf, wo das „Four-Seasons“ einen wunderschönen Badestrand unterhält. Das Einzige was die Badefreuden etwas trübt sind die Quallen und wir versuchen so vorsichtig wir möglich zu sein. Wir gingen des öfteren schwimmen und es ist nichts passiert.

Die Spaziergänge am langen weissen Tanjung Ru Beach entschädigen für Vieles. So gehen die Tage ins Land und kaum das es wir es versehen ist ein voller Monat verstrichen.

Tanjung Rhu Beach

Die Felseninseln vor der Küste geben eine besondere Note.

Sandpeeling

Also nochmal aufs Moped und eine Inseltour machen. Es ist toll mit dem kleinen Gefährt durch die Gegend zu brausen. Zuletzt stellen wir fest dass wir wohl das schönste und zudem ruhigste Plätzchen der ganzen Insel gefunden haben.

Eindrucksvolle Abendstimmung

Die Flut kommt und Fischer machen die Boote klar.

Die letzten Sonnenstrahlen lassen den Himmel erglühen.

Kleine Inseln vor unserem Platz.

Wieder ein Tag vergangen und die Abendstimmung begeistert uns aufs Neue.

Auch die Wäsche muss gewaschen werden.

Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt läuft die Zeit; wir laufen mit. Und da steht auch schon Rashidas Geburtstag der 13. März (der wievielte wird hier nicht verraten) vor der Tür. Das muss gebührend gefeiert werden. Dazu haben wir uns einen Bootstoern mit einem Katamaran in die Inselwelt inclusive Barbecue ausgedacht.

Es geht hinaus in die Inselwelt.

Im Salzwasserjacuzzi hinter dem Boot.

Die Überraschung ist gelungen.

Ein herrlicher Tag.

Wind, Wellen, und Sonne.

Fotoshooting am Geburtstag.

Der Katamaran für den Inseltörn.

Am Abend gibt’s eine Grillparty in unserem Camp, wo auch alle eingeladen sind. Wir hatten am Markt ein paar tolle Fische „gefangen“ die auf dem Grill landen. Mee bereitet uns jedesmal eine phantastische Glut vor.

Das sieht schon gut aus.

Rashida lässt nichts anbrennen.

Auch eine Kerze musste ausgeblasen werden.

Alle hatten ihre Freude dabei.

Marvin, Soraya und Mee.

Ohhh Schreck, stellen wir fest dass unser Carnet de Passage au Douane im April abläuft und wir ein Anschlusscarnet vom TCS benötigen. Also Formular ausfüllen und auf die Post bringen. Da aber Carnets nicht ins Ausland versandt werden, bitten wir unseren „Guten Geist“ Claudia uns das neue Carnet zurück zu schicken. Vielen herzlichen Dank an Claudia, hat super geklappt.

17. März 2017

Ein wenig von Langkawi wollwn wir aber auch sehen und machen einen Ausflug zur nahe gelegenen Krokodilfarm.

Ziemlich gross

Babykrokodile

Zahnersatz.

Ein besonders grosses Exemplar wurde ausgestopft.

Krokodilfarm Langkawi

Auch wie Kokosnüsse geerntet werden konnten wir miterleben.

unglaublich wie schnell die Palme erklettert wurde.

Oben angekommen wurden die Kokosnüsse geschnitten.

Ziemlich hoch

Auf Plakaten hatten wir gesehen dass in ein paar Tagen eine grosse Flugshow im Süden der Insel stattfinden sollte. Die Lima ’17 präsentiert sich als: Asia Pacific’s Premier Maritime & Aerospace Showcase, also eine Waffenmesse, wo auch die Europäer versuchen im Milliardengeschäft mitzumischen.

Am Strand vor unserem Camp können wir öfters die Fotosessions von Hochzeitspaaren miterleben und schiessen dabei auch ein paar Fotos.

Als wir fast 2 Monate auf Langkawi sind beschliessen wir doch noch etwas vom restlichen Malaysien zu sehen und brechen schweren Herzens auf. Rashida zaubert noch ein tolles Dinner.

Safranrisotto mit Prawns.

Der Abschied von unseren Freunden ist herzlich.

Wir haben uns alle gut verstanden.

Mit Thomas und Marco den Tirolern.

Mit Adam der mit dem Rad unterwegs ist.

Adam ist startbereit.

… Australier und Spanier

Bald darauf verabschieden wir uns von Marvin der sich hier auf Neuseeland vorbereitet und nun alleine zurückbleibt.

Ein Blick zurück ob alles mit ist, dann geht’s los.

Es ist aber nur das „Hau-Ruck“ zum Einpacken. Beide freuen wir uns nach den ersten paar Kilometern wieder back-on-the-road zu sein.

Die erste Nacht verbringen wir am höchsten Berg in Langkawi auf einer Aussichtsplattform unterhalb des Gipfels.

Der Ausblick auf die Inselwelt ist beeindruckend.

Später am Nachmittag kommt Nebel auf.

Eine lustige Gruppe von jungen backpacker aus verschiedenen Ländern kommt per Moped zum Sonnenuntergang angebraust. Sie installieren ihre Drohne mit Kamera und los geht’s. Es war interessant zuzuschauen wie so was geht. Beim Eindunkeln fahren sie wieder ab und wir haben unsere Ruhe. Es ist eine sehr angenehme und kühle Nacht die wir nach der Hitze in der Ebene voll geniessen.

Den nächsten Tag verbummeln wir noch indem wir quer über die Insel fahren, uns tüchtig im Duty-free eindecken und sodann zum Hafen fahren wo die Fähre am nächsten Morgen zum Festland geht.

Adler – Wahrzeichen Langkawi’s

Wir haben uns schon im Hafengelände eine ruhige Ecke ausgesucht, verspeisen gerade unser 1 kg Glace, da kommt ein Securitymensch und gibt uns zu verstehen- nix Camping hier, protected area. So ein Mist, also wieder einpacken. Die Hafenpolizei ist aber überaus freundlich und zeigt uns einen akzeptablen Platz, sogar mit Regenunterstand, direkt vor der Hafeneinfahrt. Naja, nicht so schön ruhig wie am Berg aber wir schlafen gut.

Am Morgen geht’s gleich auf die Fähre.

In Kuala Perlis wieder am Festland angekommen, entschließen wir uns die 30 km zur Thai Grenze zu fahren um uns eine Autoversicherung zu besorgen, da es ja bei der Einreise nicht geklappt hat. Außerdem müssen wir noch das „alte“ Carnet ausstempeln und das neue wieder einstempeln, damit wir genug Zeit haben. Das machte der Grenzbeamtin einiges Kopfzerbrechen. Nachdem sie 2 Vorgesetzte beigezogen hatte und ich beharrlich darauf bestand – sonst würde ich 100 meter ausreisen und sofort wieder kommen – wurde alles wunschgemäß erledigt. Zur Versicherung musste noch eine malaysische Fahrgenehmigung (ICP) organisiert werden. Vorher hatten wir keine Ahnung davon.

So, alles erledigt, es kann nach Penang weitergehen.

Unsere Route auf Penang.

Die Penang Bridge.

Zuerst wollten wir uns Georgetown an sehen, wovon wir schon gelesen hatten.

Das Wetter war sehr durchzogen aber weitgehend trocken.

Nach einem Tipp anderer Reisenden fanden wir auch gleich inmitten der Altstadt einen Parkplatz auf dem wir auch über Nacht stehen konnten. Um die Ecke entdeckten wir das Swiss-Hotel.

George Town bietet einen beachtlichen Mix aus verschiedenen Kulturen und Religionen begründet aus der wechselnden Entwicklung der Stadt.Moscheen, wie hier die Kapitan Keling Moschee…

… der chinesische Yap Tempel

… der indischer Tempel

…und auch die St. Georges Kirche stehen in George Town in unmittelbarer Nachbarschaft.

Weiter ist die Stadt übersät mit kleinern Tempeln und Gebetshäusern.

Thai Tempel

Burmesentempel

im Thai Tempel

Beinahe hätten wir unsere Reiseroute eingezeichnet.

Buddistisches Gebetshaus.

Die Gläubigen kleben die Statuen mit feinen Goldplättchen voll – soll wohl das Karma verbessern.

Viele chinesischen Händlerfamilien siedelten hier her und auch heute gibt es noch chinesische Straßen mit den entsprechenden Geschäften und Restaurants.

 Eine der bedeutendsten chinesischen Familien ist der Koo-Clan.Die reichste Familie Asiens mit ca. $6.2 Milliarden Vermögen (2016).

Die Familie Chiu/Khoo immigrierte im späten 19. Jh. nach Penang/ Malaysia. Die Ursprünge der Familie liegen in Südchina. Während dieser Zeit siedelten viele südchinesische Familien aus ihrer ursprünglichen Region nach Südostasien oder Taiwan. Doch die Familie Chiu/Khoo war etwas ganz besonderes. Sie hatte schon ursprünglich etwas Geld, vermehrte ihren Reichtum jedoch in Penang so stark, dass sie sich ein prunkvolles Clanhaus bauen konnten. Dieses war so reich geschmückt, dass es dem Kaiserpalast in Peking ähnlich wurde. 1894, 43 Jahre nach seinem Bau, schlug ein Blitz in das Gebäude und das Gebäude brannte ab. Man erzählt sich noch heute, dass die Familie den Zorn des Himmels herausgefordert habe mit dem prunkvollem Haus. 1902 errichtete die Familie ein neues Clanhaus, …

Khoo Kongsi

… welches ein wenig zurückhaltender gestaltet war. Dennoch ist es noch immer eines der prächtigsten in ganz Penang.  In seinen Räumlichkeiten finden noch heute Veranstaltungen wie Zeremonien oder Aufführungen chinesischer Opern statt oder fungiert als Treffpunkt des Khoo-Clans.

Eine ganz andere chinesische Seite zeigt sich im Museum Sun Yat-sen. Sun Yat-sen wird als Gründer des modernen China verehrt – sowohl in der auf taiwanischem Boden fortbestehenden Republik China auf Taiwan als auch in der Volksrepublik China. 

Bekannt ist Georgetown auch durch seine vielfältige Street-art.

Neben den teils liebevoll restaurierten Kolonialgebäuden ist auch eine Erinnerung an die japanische Invasion zu finden.

Nach 2 abwechslungsreichen Tagen in Georgetown zieht es uns wieder in die freie Natur und wir fahren in Richtung Norden wo wir unweit von Batu Ferringhi in Teluk Bahang einen schönen Standplatz finden.

Hier geniessen wir die nächsten 2 Tage und lassen es uns gut gehen. Unser 4×4 Tauglichkeit erweist sich wieder als Vorteil, so konnten wir, weg vom einheimischen Trubel durch eine Strecke Tiefsand, uns ein ruhiges Plätzchen suchen.

Auf der Weiterfahrt machten wir beim Entopia Butterfly Park Station.Entopia Naturpark

Faszinierend

Wir bekamen einiges über die Fauna der Insel erklärt.

Den sollte Günther in die Hand nehmen – er lehnte dankend ab.

Zum Glück hinter der Glasscheibe.

Schmetterlinge in unglaublicher Vielzahl.

 Weiter ging’s zur nicht all zuweit entfernten Fruit-farm, wo wir auch versuchen wollten zu übernachten.

In der Abendsonne erreichten wir die Tropical Fruit Farm.

Nach einigen Diskussionen mit den Arbeitern, welche alle aus Nepal stammen und sich hier etwas verdienen, holte einer die Frau des Besitzers. Sie erlaubte uns über Nacht am Parkplatz zu stehen.

Unser Platz zum Übernachten.

Tags darauf konnten wir das Gelände der Fruitfarm mit sachkundiger Führerung erkunden.

Cereus repandus ist eine Pflanzenart in der Gattung Cereus aus der Familie der Kakteengewächse.

Eine grosse Jack-fruit

Seit kurzen produziert die Plantage auch Fruchtenzymsäfte.

Sternfrucht dort wo sie wächst.

… und alles in einer schönen Park ähnlichen Anlage.

Auch Früchte aus Südamerika waren zu sehen.

Ein wandelndes Früchtelexikon

Unser Führer erklärte alles sehr sachkundig

Am Schluss konnten wir uns noch am Buffet den Bauch mit exotischen Früchten vollschlagen.

Zu letzt verabschiedete uns noch der Gründer und Besitzer Mr. Quah Ewe Kheng.

Mr. Quah Ewe Kheng

Den Tag wollten wir noch nutzen um ein Teil des Weges in Richtung Kuala Lumpur zurückzulegen. Die Fahrt zurück aufs Festland ging über die New Penang Bridge welche sich imposant über das Meer windet. Die Brücke ist 24 km lang!

Kurz nach Ipoh suchten wir uns einen Platz zum schlafen und wurden bei einer Höhle Temperung Cave am Parkplatz des Geländes fündig.

Die Nacht war ruhig und wir waren alleine am Platz. Nur um ca. 23:00 kamen 2 Mopdes angebraust und parkten nahe am Auto. Ein paar Männer gingen in Richtung Jungel der sich steil den Berg hinauf zog. Wir sehen die Taschenlampen langsam verschwinden. Was die dort suchten? Wir konnten es uns nicht erklären.

Als sie nach gut einer Stunde zurückkamen, ging ich zu ihnen um zu sehen was sie machten. Der jüngere der Männer zeigte mit einen ganzen Sack voll Kröten und Frösche – 20 oder 30 grosse und kleine waren darin. Ganz verwundert fragte ich ob sie diese essen?

Er lachte und sagte: Nein, die verkaufen wir den Chinesen, die essen alles!

Nach einem guten Frühstück in aller Ruhe machten wir uns wieder auf den Weg. Es stand der Besuch im Historical Complex Pasir Salak am Programm.

Der Pasir Salak Historical Complex liegt ca. 70 km von Ipoh und wurde zu Ehren von Kriegern wie Dato‘ Sagor und Dato‘ Maharaja Lela errichtet. Ein Denkmal in Form eines Sudang (breites Schwert) und ein Replikat des Messers, mit dem Mr. Birch ermordet wurde, wurden zu ihren Ehren errichtet. Krieger wie Dato‘ Sagor und Dato Maharaja Lela führten die Einheimischen gegen die Streitmächte der britischen Kolonialverwaltung.

Die Fahne Malaysias und des Sultanats Perak.

Also eine der Orte des Malaysischen Nationalstolzes. Der Kampf gegen die Britische Kolonialmacht ist eindrucksvoll in einem Museum dargestellt.

An diesem Ort haben die Flammen des malaysischen Nationalismus zuerst gelodert. Mit der Ermordung von J.W.W. Birch, eines britischen Einwohners von Perak, am Ufer des Sungai Perak stieg die Spannung zwischen der britischen Kolonialverwaltung und den Malaien. Sie eskalierte in einen öffentlichen Konflikt und führte schließlich zur Erklärung der Unabhängigkeit des Landes am 31. August 1957.

Rumah Kutai (traditionelles Haus von Perak)

Das J.W.W. Birch-Denkmal, das Grab des Sipuntum (des angeblichen Mörders).

Die Lela Rentaka Kanonen, die gegen die britischen Kolonialarmee eingesetzt wurden.

Vor Kuala Lumpur erlebten wir einen grandiosen Sonnenuntergang.

In Kuala Lumpur fuhren wir einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Twin-Towers an. Die Platz wurde schon von verschiedenen Overlandern benutzt.

19. – 22. April 2017 Kuala Lumpur

Gut ausgeschlafen kletterten wir aus unserm Zuhause und stauten nicht schlecht beim Anblick der sich uns bot.

Wir standen in unmittelbarer Nähe der Twin Towers – whauoooo.

Direkt gegenüber dem Parkplatz war das Tourist Informationcenter. Dort konnten wir die Toiletten benutzen und uns mit Informationsmaterial eindecken. Zudem bot die Lobby mit der Klimaanlage eine willkommene Abkühlung.

Natürlich war der erste Trip zu den Petronas Twin-Towers.

In der Morgensonne besonders schön.

Den Tag verbrachten wir in den endlosen Shoppingmalls, hervorragendem indischem Essen und kamen aus dem staunen nicht heraus.

Eingang zu den Towers.

Suria Shoppingmall

Abendstimmung in KL

Mensch und Natur – im Widerspruch?

Physikalische Experimente

Infrarot Portrait

Im F1 Cockpitsimulator von Petronas

Im science Petronas Museum

Menschen aus Malaysia

Unterwasserwelt.

Ganz nah …

… bewundern.

staunen und den Augenblick geniessen.

Im Aquarium ganz nahe dem Hai.

Am Platz hinter den Twin-Towers mit beeindruckenden Wasserspielen.

Die Einkaufsgelegenheit haben wir benutzt um in einem Optikergeschäft unsere Brillen zu erneuern. Wir werden nach einer Rundreise wieder nach KL zurückkehren.

Uns interessiert aber noch die Masjid Wilayah Persekutuan Moschee.

Taghrib News Agency (TNA)

Wir bekommen einen Führer durch die Moschee zugeteilt, da wir am Freitag da sind und die Gebete anstehen. Es erweist sich als echter Glücksfall, denn unser Führer ist sehr belesen und kann ausgezeichnet erklären.

Unser Führer Imbrahim

Alle kommen zum Freitagsgebet.

Farbenprächtige Malayen

Ein nahe gelegener Naturpark mit einem Orchideen-Garten lädt zum Spaziergang im Perdana Botanical Garden ein.

Unerschöpfliche Vielfalt.

Perdana Botanical Gardens

Die zuhause sind kleiner

In aller Pracht

Den letzten Tag in KL beschliessen wir mit einem feinen Abendessen im KL-Tower. Von dort seht man sehr schön die Zwillingstürme.Der Menara Kuala Lumpur ist mit 421 Metern der höchste Fernsehturm Malaysias und der siebthöchste der Welt. Er steht auf dem 90 Meter hohen Bukit Nanas (deutsch: Ananashügel) und ermöglicht somit den Blick von oben auf die Petronas Towers.

Blick auf die Twin-Towers

Köstliches Buffet

Ein Besuch des Central-Markets ist immer ein Erlebnis.

Welch ein Kontrast !

Der stolze Ladenbesitzer aus Terengganu.

Wunderschöne Stoffe – leider können wir nicht viel mitnehmen.

Ein Hauch von Malay.

Auf einem Ankündigungsartikel erfuhren wir vom indischen Vaisakhi-Fest. Da wir schon mal da sind wollen wir uns dies nicht entgehen lassen. Malaysien weist einen grossen Anteil von indische Bevölkerung auf und speziell das Vaisakhi-Fest wird von den Punjabi als eine Art Erntedankfest zelebriert.

Über unsere Reisefreunde Pius & Adina haben wir von einem Autoeinstellplatz erfahren, denn wir wollen einen Heimaturlaub einlegen und brauchen deshalb einen sichern Ort wo wir unseren DAGI für 3 Monaten unterstellen können. In der Nähe des Flughafens haben wir eine Möglichkeit. Die Leute sind sehr nett und versichern uns dass es sicher ist. Wir haben aber unsere Zweifel weil das Auto offen von der Strasse und in einem Nightmarketareal stehen soll.

Wir beschliessen etwas besseres zu finden und hoffen auf eine Adresse in der Nähe von Terengganu die uns Woon & Angie gegeben hatten. Die beiden trafen wir in Kirgistan (Osh) sie sind auf dem Weg nach Europa.

Nach den Tagen in der faszinieren den Großstadt haben wir jedoch genug bekommen und sehnten uns wieder in freier Natur zu reisen.

Also machten wir uns auf und besuchten beim aus der Stadt fahren noch den indischen Tempel Batu Caves.

Obwohl die Höhlen den lokalen Stämmen schon seit langem bekannt waren, wurden sie erst im Jahre 1878 durch den Amerikaner William Hornaday berühmt. Die größte ist die 100 Meter hohe sogenannte Tempel- oder Kathedralenhöhle, in der später mehrere Hindu-Schreine errichtet wurden. 272 steile Treppenstufen führen vom Vorplatz hinauf zum Eingang dieser Haupthöhle.

Eingangstor

Aufgang zur Höhle.

In der Haupthöhle befinden sich verschiedene hinduistische Heiligtümer.

Steinskulpturen als Verzierungen trifft man überall an.

Eingang zur Haupthöhle

Zahlreiche Figuren zieren die Altäre.

Dieser Priester verrichtet mit Pilgern rituelle Handlungen.

Götterfiguren werden verehrt.

Die grosse Halle

Blick auf die Stadt

Ein wenig tiefer liegt die Dunkle Höhle, ein über zwei Kilometer ausgedehntes, relativ unberührtes Höhlensystem. Um die Fauna, darunter einzigartige Arten wie Gliederspinnen, zu bewahren, ist dieses nur mit Führungen zu besuchen.

Nach dem Höhlenbesuch gibt’s ein indisches Festmahl und auch die Affen am Aufgang tun sich an den von Pilgern mitgebrachten Blumengirlanden gütlich.

Die Weiterfahrt führt uns in Richtung der Getting Highlands. Da wir uns nur ungenügend informiert hatten, stellte sich auf Grund des enormen Staues in Richtung Berge zu spät fest dass die Getting Highlands ein chinesisches Casino und Gambler Paradies ist.

Getting Highlands

Zudem war das Wetter auch nicht besonders einlandend, was uns zur Weiterfahrt in Richtung Fraser’s Hill (Bukit Fraser) veranlasste.

Unterwegs finden wir an einem Ausflugsziel der Einheimischen, nicht weit der Hauptstrasse einen Übernachtungsplatz.

Übernachtung am Weg zum Fraser‘ Hill. Sogar ein Bad im Fluss war möglich.

Fraser’s Hill liegt auf 1.500 Metern Höhe in den Bergen im Zentrum der malaysischen Halbinsel. Die erste Bergstation der Briten in Malaysia während der Kolonialzeit bietet atemberaubende Aussichten, Hochlandwetter und koloniale Architektur. Aus dem Vorhaben etwas Golf zu spielen wurde auf Grund des schlechten Wetters nichts.

Die Einbahnstrasse führt weite Strecken durch Regenwald.

Der Fraser’s Hill Golf Club

Uhrturm im Zentrum

Also beschliessen wir weiter zu fahren. Unser nächstes Ziel waren die Cameron Highlands. Benannt wurden das Gebiet nach William Cameron, einem Landvermesser der britischen Kolonialregierung, der sie 1885 bei einer Kartografierungsexpedition entdeckte. Als wir die Cameron Highlands erreichen ist es schon dunkel. Von anderen Reisenden wissen wir dass es einen Naturpark gibt der sich zum übernachten anbietet. Trotz der Dunkelheit finden wir auch die Zufahrt – aber bald stehen wir vor einem verschlossenen Tor – erst morgen früh wieder geöffnet. Uns bleibt nichts anderes übrig als vor dem Tor zu übernachten.

Am nächsten morgen fahren wir zur BOH-Teeplantation.

Die BOH Teeplantage

Geerntete Teeblätter

Sammelstelle bei der Teeernte.

Die Arbeit in den Teeplantagen ist anstrengend.

Wir geniessen die herrliche Umgebung und die tollen Ausblicke. Da aber am Vortag ein Feiertag war standen keine Teeblätter zur Verarbeitung zur Verfügung und die Produktion war geschlossen.

Deshalb beschlossen wir zuerst den Mossy-Forest zu besuchen und am Rückweg nochmals bei der Teeplantage vorbeizuschauen. Wir erklimmen den 2000 M hohen Berg und das Klima wird merklich kühler, was wir als angenehm werten. Oben angekommen finden wir ein Unterstandshäuschen vor welches sich hervorragend eignet einen trockenen Sitzplatz einzurichten.

Zelten offenbar nicht erlaubt aber wir haben ja auch kein Zelt.

Gerade wenn es vorher geregnet hat, ist der Mossy Forest unglaublich faszinierend. Die Regentropfen glitzern in den moosbewachsenen Bäumen und verleihen dem Wald etwas geradezu Magisches.

Darüberhinaus gibt es im Mossy Forest aber auch unzählige verschiedene Arten von Orchideen, Käfern und Schmetterlingen, als auch unzähligen Heilpflanzen.

Eine lustige Gruppe kommt von einem Trekking zurück. Zwei Deutsche sind unter den Einheimischen und so unterhalten wir uns ein wenig.

Das Trekking war ziemlich anstrengend und schlammig.

Die Nacht erwies sich als ziemlich kalt auf Grund der Höhe aber wir hatten ja unser Daunenbett und so verbrachten wir eine sehr ruhige Nacht, nachdem sämtliche Touristen abgezogen waren.

Nach einem ruhigen Morgen trafen wir eine Pärchen aus Holland/Schweiz – Valerie & David ( @windmillsandmountains ) welche auch durch Südostasien unterwegs sind. Es ist immer wieder schön so sympatische Leute zu treffen.

Valerie & David ( @windmillsandmountains )

Nun wurde es aber auch für uns Zeit aufzubrechen, da wir ja nochmals zur Teeplantage wollten.

Die Nebel geben nur zögerlich die Berghänge frei.

Tee-Ernte mit der Heckenschere.

Wie kommt der hierher? Ein Steyr-Puch „Pinzgauer“ etwas modifiziert.

Teeverarbeitung.

Trockenanlage

Auf der Terrasse gönnen wir uns auch eine Tasse Tee und finden sogleich Anschluss. 

Für Land-Rover-Fans haben die Cameron Highlands etwas Mystisches: Wie auf einen Elefantenfriedhof zieht es offenbar alte Land Rover Defender in das Hochland von Malaysia. Dort gibt es so viele Allrad-Dinos wie nirgends sonst – und in meist unbeschreiblichem Zustand.

Hauptsache er fährt noch.

Bei der Weiterfahrt zeigen sich auch die Schattenseiten der Cameron Highlands.

Schön ist was anderes – ob’s den Touristen als Hotel gefällt?

Für die meist illegalen Gemüseplantagen werden grosse Bestände an Regenwald gerodet.

Diese Plantagen sind auch nahezu alle illegal. Die Plantagen sind zwar offiziell von der Regierung verboten und dennoch gibt es sie. Denn hier regiert die Korruption!

Ein grosser Teil Regenwaldes muss weichen.

Wie „Bio“ hier das Gemüse angebaut wird wissen wir nicht. Aber die Art und Weise des Anbaus lässt auf erheblichen Chemieeinsatz schliessen.

Nachts ist der Anblick der Cameron Highlands aus dem Tal fast absurd und man registriert erst wenn es dunkel ist wirklich, was hier eigentlich los ist. Die meisten Obstplantagen der Gegend werden Nachts mit künstlichem UV-Licht beleuchtet. So erstrahlen die Highlands um Tanah Rata Nachts in einem geradezu unwirklichen Kunstlicht.

Wir fahren immer wieder durch Gemüseplantagen.

Auch sehen wir immer wieder viele alte „Mercedes-Rundhauber“ die das Tropenholz abtransportieren. Auch hier stellt sich die Frage ob das alles legal ist.

Ladegut: Regenwald.

Offiziell hat Malaysien den Holzeinschlag in Regenwäldern gestoppt.

Unser Weg führt uns nun quer über die Malayische Halbinsel an die Ostküste. Als erste Etappe steuern wir das nördliche Ende des Taman Negara Nationalparks an. Mit seinem 130 Millionen Jahren alten tropischen Dschungel beheimatet der Taman Negara das älteste Waldgebiet der Erde. Unter dem Einfluss von Eiszeiten, Klimaschwankungen oder Veränderungen des Meeresspiegels haben sich viele Teile der Welt verändert, aber auf der Malaiischen Halbinsel sind die Verhältnisse jedoch relativ stabil geblieben und die Tier- und Pflanzenwelt konnte sich ohne größere Störungen entwickeln und fortbestehen. Außer ein paar Orang Asli Siedlungen ist das Gebiet unbewohnt.

Wir bevorzugen absichtlich den Nordeingang des Nationalparks Kuala Koh, da es hier bei weitem nicht so touristisch zugeht wie im Süden. Und tatsächlich sind wir auch die einzigen Touristen.

Unser Standplatz. WC gab es nebenan beider Moschee.

Sträucher wie Blumen.

Das Schild am Eingang.

Die Bungalows sind aufgegeben, die Betten sind schimmelig, einige Toiletten sind außer Betrieb, die Brücke zum Dschungel ist weg, die Schilder fallen auseinander. Die Wachen sagen uns, dass sie Geld von der Regierung erwarten, um mit der Reparatur zu beginnen.

Es gibt mehrere Boote im Fluss zum Angeln hier ist dies erlaubt, was seltsam ist, weil sie fischen die gleiche Art von Fisch, die im anderen Teil des Parks geschützt ist.

Wo ist Kuala Koh?

Die Station hat einen fast neuen Kanopy-Walk-Way, den wir uns nicht entgehen lassen.

Es war ein tolles Erlebnis den unberührten Regenwald so hautnah und aus luftiger Höhe zu erleben. Einzig die Blutegel machten uns zu schaffen, aber wir waren gut gerüstet. Tiere bekamen wir sonst leider nicht zu Gesicht und hörten auch nur sehr wenige. Vielleicht waren wir nicht tief genug im Reservat. Es soll hier auch noch ein paar letzte malaiische Tiger geben.

Nach zwei Tagen im Camp machten wir uns auf die Weiterfahrt. Das Camp soll in Kürze renoviert werden. Jetzt war nicht mal das Restaurant in Betrieb. Wir mussten auf unsere Selbstversorgung setzten.

Am Ausgang des Nationalparks befindet sich ein Dorf der Orang-Asli also der Ureinwohner Malaysiens. Sie gehören zum Volk der Bateq (sehr interessanter Artikel). Dort wollen wir noch einen Besuch abstatten.

Als wir das Dorf erreichen, sind am Dorfeingang eine Reihe von Frauen und Kinder. Nur ein Mann, der aber offensichtlich nicht zu den Batek gehört aber etwas englisch versteht. Wir vermuten das die anderen Männer in den Wäldern leben und nur ab und zu in das Dorf kommen.

Die Kinder und Frauen waren in einem bemitleidenswerten Zustand und wir wussten nicht recht ob wir unsere Neugier zeigen sollen. Wir gaben vor einen Dorfladen zu suchen. Der Mann beschied uns dass es so etwas hier nicht gebe. Gerne hätten wir Fotos gemacht, brachten es aber nicht übers Herz die offensichtliche Armut und Bedürftigkeit auch noch abzulichten. So verteilten wir ein paar Süssigkeiten den Kindern. Einzig eine alte Frau etwas weiter entfernt machte einen freundlicheren Eindruck. Das haben wir uns anders vorgestellt. Es ist ein Nachteil ohne Guide solche Touren zu unternehmen, andererseits sieht man aber die ungeschönte Wahrheit. Das Dorf bestand aus relativ neuen Wellblechgedeckten Hütten welche eine NGO wohl hier aufgestellt hatte. Ohne Schatten und gewachsenes Dorfleben. Einzig oben auf dem Hügel konnten wir noch Haus im traditionellen Stil entdecken. Eine alte Kultur droht zu zerfallen und wiedereinmal ist ein Versuch gescheitert indigene Völker in unser modernes Leben zu integrieren.

Trotzdem möchten wir hier ein paar Fotos aus anderen Archiven zeigen um einen Eindruck aus vielleicht besseren Tagen zu vermitteln.

Quelle: Mia’s Mom

Quelle: Mia’s Mom

By Malekhanif at ms.wikipedia – Own workTransferred from ms.wikipedia, GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16233402

In Festkleidung (Wikipedia)

Traditionelle Batek Hütten. (MagicKervan)

Batek-Grossmutter mit Baby (MagicKervan)

Batekfrau mit ihrem Baby (MagicKervan)

Grundsätzlich sind die Batek Waldnomaden und auch deshalb nicht an feste Behausungen gewohnt.

Neuerdings werden sie als Arbeiter in den Palmölplantagen angestellt da ihr angestammter Lebensraum von diesen vernichtet wurde.

So, nun geht aber endgültig weiter Richtung Ostküste. Unterwegs machen wir nochmal halt am Tanjung Mentong Tasik Kenyir. Einem Stausee der nun zum Landschaftsschutzzone erklärt wurde und direkt an den Tamana Negara anschliesst. Der See ist einer der größten in Südostasien. Der Wasserstand und damit auch die Größe der Wasseroberfläche schwankt im Jahresverlauf. Er ist damit zwischen ungefähr 260 und 380 km² groß. Wir sehen eine ausgebaute Touristische Infrastruktur. Aber leider alles geschlossen nicht mal was zu essen gabs – es ist Freitag, also islamischer Sonntag. So suchten wir an der Hauptstrasse in einem Truckstop was zu kriegen. Nur die Makaken kennen keine Feiertage, sie sind immer da wo es was zu holen gibt.

Auch der Nachwuchs lernt

Neugierig …

… aber scheu.

Bald erreichen wir Kuala Berang, was uns mit einer grossen Tafel mitgeteilt wird.

Wir erreichen die Provinzhauptstadt.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Millbrook Farmhouse, welches unser Freunde uns empfohlen haben. Wir kommen spät nachmittags an und können am Parkplatz Aufstellung für die Nacht nehmen.

Von Ivan & Zaliha und Ella Je werden wir sehr freundlich aufgenommen.

Ivan ist Australier der schon über 30 Jahre in Malaysia lebt und die Gegebenheiten im Land bestens kennt. Er organisiert uns auch einen sicheren Stellplatz für unseren DAGI in Kuantan, der grösseren Stadt im Süden.

Wir planen einen Heimaturlaub für 3 Monate und sind für Ivan’s Hilfe sehr dankbar. Es ist ein wunderschöner Platz wo wir auch die Annehmlichkeiten wie Waschmaschine, saubere WC, Swimmingpool und sauberen Strand voll geniessen können.

Palmenhain

Die Gästebungalows

Vorerst bevorzugen wir unsere Unterkunft.

Eine der schönsten Plätze in Malaysien.

Da wir nun wissen wo wir unser Auto unterstellen können, nutzen wir die verbleibenden 2 Wochen um nochmals die malaysische Halbinsel zu erkunden.

Unsere Route durch Malaysias Süden.

Zuerst führt die Route ins Landesinnere. Wir möchten versuchen den POKOK CHENGAL BESAR bis vor kurzem höchster Baum der Tropen zu erreichen. Er ist 88,5 meter hoch und ca. 1500 Jahre alt. Erst kürzlich wurde ein um einen Meter höherer Baum in Borneo entdeckt.

Neobalanocarpus heimii, Chengal Tree

Nach einigem Suchen hatten wir auch die Route ausfindig gemacht.

An der Einfahrt angekommen trafen wir ein paar Motocrossfahrer die von oben kamen.

Auffahrt zum Eingang

Der Weg zum grössten Baum Malayiens.

Das fängt ja gleich gut an.

Wir erkundigen uns nach den Streckenverhältnissen.

Die Auskunft: Als solocar no chance. In einer Gruppe mit weniger Gewicht und keine Angst vor Schäden ging das wohl.

Das war uns dann doch zu heavy und wir entschlossen uns den Cemerong Wasserfall in der Nähe anzufahren. Unterwegs gab es noch eine Rast an einem schönen Platz am Fluss.

Recreation area am Fluss.

Auch im Wasser angezogen

Familienplausch

Nach einigen Diskussionen mit dem Parkwärter doch noch eine Ausnahme bekamen im Park zu übernachten.

Am nächsten Tag nahmen wir den Aufstieg zum Wasserfall in Angriff. Es waren wohl nur 1 1/2 Stunden aber bei der Hitze steil bergauf – was soll’s.

Übersicht der Routen.

Es wird vor Allem und Jedem gewarnt – dass sich hier noch jemand hineintraut!

Ameisenstrasse

Alles wächst zum Licht.

Zuerst war der Pfad noch ausgebaut …

… dann verottet …

… schliesslich Kletterpartie …

… aber ein einmaliges Erlebnis.

Beim Wasserfall angekommen – dem mit 300 meter höchsten in Malaysien – waren wir bis auf die Unterhose nassgeschwitzt. Die Freude auf ein kühles Bier und Bad umso grösser.

Schöne Becken vom frischen Wasser gespeist laden zum Baden ein.

Das Wasser kommt 300 meter den Fels herunter …

… und fliesst ins Tal weiter.

Stilleben am Bach.

Als wir uns wieder anziehen sehen wir etwas in der Nähe unserer Schuhe.

Schnell machten wir uns davon.

Unten angekommen war wir wieder komplett durchgeschwitzt. Die Luftfeuchtigkeit macht uns zu schaffen.

Beeindruckende Baumriesen

Nach einer weiteren Dusche und ein paar kühlen Getränken sind wir wieder gestärkt und fahren weiter. Es ist schon dunkel als wir am Strand hinter einer Moschee Nachtquartier beziehen.

03. Mai 2017

Heute geht es weiter der Küste entlang gegen Süden. In Endau der Sultansstadt legen wir einen kleinen Halt ein.

Weiter geht’s an der Ostküste entlang…

…und bald erreichen wir schon auf der Höhe von Johor das an einem schönen Strand gelegene Lotus Desaru Beach Hotel. Dort soll’s ein sehr gutes Seafood Restaurant geben.

Sogar ein Erdinger konnten wir auftreiben 🙂

schmeckte ausgezeichnet.

dream beach

da freuts …

Das Lotus Desaru beach Hotel.

Da wir aber noch eine lange Strecke vor uns haben, entschliessen wir uns schweren Herzens zur Weiterfahrt. Der Weg führt uns an Johor Bahru (Hauptstadt des gleichnamigen Sultanates) vorbei westwärts und wir wollen am südlichsten Punkt des asiatischen Festlandes beim Tanjung Piai Nationalpark nächtigen.

Es ist schon später Nachmittag als wir dort angelangen. Am Nationalparkeingang ist ein grosser Parkplatz der sich ideal zum übernachten eignen würde – doch die Parkplatzwächter öffnen die Schranke nicht und erklären uns es ist nicht erlaubt über Nacht am Parkplatz zu stehen. Herbe Enttäuschung, also weitersuchen.

Nicht all zuweit weg sehen wir eine Art Camping. Als wir den Preis erfahren für unser Auto lehnen wir dankend ab – reiner Wucher.

Als Notlösung fahren wir zu einem der Anlegeplätze der Fischer und werden dort freundlichst aufgenommen – natürlich können wir hier im Auto übernachten. Sogar ihre Dusche bieten sie uns an- besser als stinken.

Bootshafen der Fischer

Hier wurden wir freundlich empfangen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Nationalpark mit der südlichsten Spitze des asiatischen Kontinents zu besuchen.

Am Eingang zu Nationalpark

Der Weg hierher war weit.

Mangrovenwälder

kleine Echse

und überall Schlammspringer

Hier geht’s nicht mehr weiter. Dahinter ist die indonesische Inselwelt.

Als ganze chinesische Schulklassen auftauchen ist’s aus mit der Beschaulichkeit.

Ein Projekt bemüht sich die Mangrovenwälder wieder aufzuforsten.

Da es gerade mal früher Nachmittag ist fahren wir weiter. Unser Ziel ist die alte Hafenstadt Malacca (Melaka) welche zuerst von Portugiesen dann von Holländern und letztendlich von Briten besetzt war. Vor der Kolonialzeit nutzen schon die Chinesen den strategisch wichtigen Ort als Umschlagplatz für Gewürze.

Malakka liegt an der Westküste Malaysias, etwa 200 Kilometer nordwestlich von Singapur, an der so genannten Straße von Malakka (Malacca Straits) zwischen der malaiischen Halbinsel und der Insel Sumatra. Diese Meerenge war von jeher zwingende Durchfahrt für die Handelsschifffahrt von Indien nach China. Nach Schätzungen aus dem Jahr 2006 passieren heute täglich rund 2000 Containerschiffe diese Schlagader des Welthandels.

Des Sultan’s Krone

Bunt geschmückte Fahrrad-rikschas

Ausserhalb von Malakka finden wir einen Übernachtungsplatz …

… mit herrlichem Sonnenuntergang

Beim Sundowner ist die Welt – für uns – in Ordnung

Morgen geht es in die Stadt hinein, es gibt viel zu besichtigen.

06. – 07. Mai 2017

Für die Stadtbesichtigung gönnen wir uns ein Hotel und checken im Swiss-Hotel für 2 Tage ein.

Malakka ist stark durch die Holländer geprägt. Viele Gebäude sind gut erhalten. Wir staunen nicht schlecht ob des touristischen Andranges und begeben uns auf einen Rundgang durch das historische Viertel.

 

Das holländische (Stadthuys) Rathaus

Fahrradrikscha

Katholische Kirche

Die ersten Europäer in Malakka waren die Portugiesen

Ältester Überrest in Malakka – das portugiesische Tor der Festung A Famosa. Nach jeder Eroberung wurde das vorher Geschaffene zerstört.

Liebevoll restauriert.

Koloniale Architektur, chinesisch restauriert.

So kann Graffiti auch interessant sein.

Geschäftige Einkaufsstrasse

Wie auch im übrigen Malaysien leben die verschiedenen Ethnien Chinesen, Inder, Malayen zusammen und zelebrieren auch ihre Feste.

Im alten Hafen von Mallaka steht eine Replike des wohl berühmtesten Schatzschiffes der Welt – die Flor de la Mar.

1511 stach der Gouverneur  Alfonso de Albuquerque des indischen Goa in See, um den fabelhaft reichen Seehafen Malakka zu überfallen. Danach belud er die „Meeresblume“ mit der Beute: Mit Blattgold überzogene Sänften sollen an Bord gewesen sein, dazu Löwen aus Gold – sowie der Thron der Königin von Malakka, angeblich mit Edelsteinen übersät.

Doch dann geriet Albuquerques Flotte in einen Sturm, und die „Flor de la Mar“ sank vor Sumatra. Schatzfreaks streiten seit Jahren, was ihre Ladung heute wert wäre. Phantastische Summen von bis zu 7,5 Milliarden Euro werden gehandelt.

Nachbau der Flor de la Mar eine portugiesische Dau welche vor Sumatra mit einem sagenhaften Schatz gesunken ist.

Schrein im Cheng-Hoon-Teng-Tempel.

Der 1645 gegründete Cheng-Hoon-Teng-Tempel, der angeblich der älteste chinesische Tempel in Malaysia ist.

In der Prozession zum Tempel hängen sich die Pilger Kiloweise Limetten mit Haken an die Haut.

… auf dem Weg zum Tempel

Trommel gehören fast immer dazu.

Zu Ehren der Gottheit Kali wird dieses Fest begangen.

Er zieht mit Haken am Rücken den Wagen und braucht ab und zu eine Pause.

Eine willkommene Abwechslung – best burger ever.

Auf dem Nachhauseweg begegneten wir noch einigen der kuriosen Fahrrad-Rikschas.

by night

warten auf Fahrgäste

08.05.2017

Zur Weiterfahrt entdeckten wir in der Nähe den Mini Malaysia Park, wo die verschiedenen traditionellen Haustypen Malaysien gezeigt werden.

Cultural Park Malaysia

Traditionelles Haus von aussen …

… von Innen

Rumah Johor (Haus aus Johor)

Rumah Sabah

Langhaus aus Sabah von innen

auch die Geister beschützen das Haus

Den Tag beschliessen wir ein paar Kilometer weiter nördlich von Malakka im Ayer Keroh Golf and Country Club, denn wir wollen noch etwas Golf spielen. Dort angekommen finden wir einen grossen Parkplatz hinter dem Clubhaus und fragen einen Security ob wir hier über Nacht stehen können – er sagt uns zu, jedoch kurz vor Mitternacht kommt ein andere und vertreibt uns. Da bleibt uns nichts anderes übrig als das Hotel zu buchen.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Golfkurs.

Wir freuen uns auf etwas sportliche Betätigung.

Üben, üben üben …

Zuerst mal auf der Driving Range üben.

Am nächsten Tag wagen wir uns auf den Course.

Der erste Abschlag ist geglückt.

Ein wenig Bewegung ist eine willkommene Abwechslung.

… geht schon ganz gut.

… ob der was wird?

Unser Caddy-Girl

Tolles Clubhaus

Gegen Abend fahren wir weiter nach Kuala Lumpur wo wir an unserem Parkplatz einlaufen – die kennen uns schon vom letzten Mal.

Beide ganz aufs Bild zu kriegen ist schwierig.

10. Mai 2017

Die Fahrt führt uns nun quer über die malaysische Halbinsel, da wir zur Millbrook-Farmhouse wollen welches an der Ostküste liegt.

Von Ivan & Zaleha werden wir wieder freundlich empfangen.

Wieder ein wunderschöner Sonnenaufgang.

Es ist schön Familienanschluss zu geniessen. Ivan hat uns einen Platz organisieren wo wir unseren „Dagi“ sicher unterstellen können für die Zeit wo wir nachhause fliegen.

Dinner im chinesischen Restaurant.

Schön so freundlich aufgenommen zu werden.

Die restlichen Tage nehmen wir uns ein Zimmer, da wir unser Auto putzen und fertig machen für’s Einlagern.

Da kommt jede Menge Staub und Sand zum Vorschein.

Wir hatten seit Monaten versucht das Ameisennest im Auto zu lokalisieren …

… im Stapel Kopierpapier im Bürofach wurden wir zuletzt fündig – wie raffiniert.

Auch unser Freund Woon kommt zu Besuch und Ivan, der eine beachtliche Sammlung an historischen Motorrädern besitzt fährt mit uns eine Runde mit dem BSA-Seitenwagen BJ. ca. 1940

Alte BSA Seitenwagenmaschine.

16. Mai 2017

Heute wird unser Landcruiser in Kuantan ca. 150 km südlicher zum Übersommern eingepackt. Ivan hat uns einen tollen Platz organisiert. Sicher und 24h bewacht.

Ein Solarpanel wird ausgeklappt, damit die Verbraucherbatterie nicht entlädt.

Motor Batterie abklemmen.

Ivan hat uns auch eine grosse Plache zum Abdecken mitgebracht – vielen Dank.

So fertig verpackt sollte nicht passieren.

Ein wenig Wehmütig nehmen wir Abschied – freuen uns aber auf Zuhause.

17. Mai 2017

Ivan und Zaleha bringen uns zum Flughafen Terengganu von wo aus es nach Kuala-Lumpur – Bangkok – Zürich geht.

Flughafen Sultan Mahmud – wir kommen wieder!

Die Alpen in Sicht.

Switzerland – wir kommen!

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2 Kommentare

  1. Jörg 8. Juni 2017

    Hallo Ihr beiden, schön wieder etwas von Euch in Eurem Blog zu lesen! Jedes Mal, wenn wir in einem Hotel Zahnbürsten vorfinden, müssen wir an Euch denken, wie Ihr Euren Dagi für Australien putzen müsst. Wir drücken Euch die Daumen, dass das alles klappt.
    Herzliche Grüße aus Laos,
    Jörg mit Sarah

    • globediscover 11. Juni 2017 — Autor der Seiten

      Hallo ihr Beiden
      Ja wir arbeiten am Malaysien Teil des Blogs. Sind aktuell für 3 Monate in CH/A und werden unsere Reise Ende August fortsetzten. Euch alles Gute und Geniesst Laos – wir haben es in allerbester Erinnerung.

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